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Apfelernte

Auch die letzten Äpfel und Birnen unserer Obstbäume sind abgeerntet. Die Ernte war in diesem Jahr nicht sehr ergiebig und kein Vergleich zum letzten Jahr. Bei 22 Bäumen auf unserer Obstbaumwiese kommt dann aber trotzdem Einiges zusammen. Doch was tun mit all dem Obst?

Vor allem Äpfel und Birnen gibt es in großen Mengen. Einige Sorte lassen sich wunderbar lagern, andere müssen schnell verarbeitet werden. Für die Lagerung habe ich uns vor ein paar Jahren einen Obstschrank aus Holz besorgt, der über mehrere Schubladen verfügt, in dem ich die Äpfel vorsichtig hineinlege. Ich kann dann regelmäßig und sehr einfach kontrollieren, ob noch alle Äpfel in gutem Zustand sind. Der Obstlagerungsschrank sollte in einem kühlen Raum stehen. Wir haben für unsere Selbstversorgung und die Hausschlachtungen ein Kühlhaus in unserer Scheune eingebaut und nun ist es eigentlich das ganze Jahr an und ich lagere dort unser gesamtes Obst und Gemüse. Das ist wirklich perfekt und verlängert die Haltbarkeit bis weit ins nächste Jahr.

Einige Apfel- und Birnensorten verarbeite ich zügig nach der Ernte und zeige Euch heute ein paar einfache Verarbeitungsideen…. neben vielen leckeren Kuchen natürlich!

Die Klassiker: Apfelsaft und Apfelmus

 

Apfelsaft

Leider gibt es in unserer Nähe keine mobile Apfelmosterei. Wir haben uns daher einen guten Entsafter besorgt und machen damit unseren Apfelsaft. Ihr könnt Apfelsaft aber auch ohne Entsafter gewinnen. Dafür müsst Ihr die entkernten Äpfel in kleine Stücke teilen und in etwas Wasser weich kochen; dann pürieren und die Masse durch ein Mulltuch pressen. Eine Mischung aus süßen und sauren Äpfeln schmeckt prima, ich mag auch gern eine Mischung aus Äpfeln und Quitten. Wichtig ist, dass Ihr die Äpfel vorher durchseht und faulige Stellen und Druckstellen wegschneitet. Um den Apfelsaft haltbar zu machen, müsst Ihr ihn auf 90 Grad erhitzen, aber nicht kochen. Dann in zuvor sterilisierte Flaschen (ich sterilisiere sie im Backofen bei 120 Grad) abfüllen und luftdicht verschließen. So ist der Apfelsaft dann ca. ein Jahr haltbar.

Apfel-Birnenmus

Mus brauchen wir In großen Mengen. Ich koche immer auf Vorrat ein, damit ich ihn schnell griffbereit habe, wenn es mal wieder Pfannkuchen, Reibekuchen oder Milchreis gibt oder wenn uns der Sinn spontan nach einen kleinen fruchtigem Nachtisch steht. Keine Frage, so ganz pur schmeckt Apfelmus klasse, ich koche aber schon länger für uns ein Apfel-Birnen-Mus. Durch die Birne wird das Mus noch etwas fruchtiger als reines Apfelmus, was wir sehr gern mögen. Dafür nehme ich je nach Größe drei bis vier Äpfel und ein bis zwei Birnen. Schäle, entkerne sie und schneide kleine Würfel. Die Würfel koche ich dann zusammen mit einem TL Vanillezucker und etwas Wasser ca. 15-20 Minuten. Anschließend pürieren und in Gläser abfüllen. Die Gläser koche ich dann zusätzlich noch einmal in unserem Einkocher ein um sicherzustellen, dass nichts schlecht wird.

Apfelringe

Ein kleiner gesunder Snack für zwischendurch, der auch Kindern gut schmeckt. Dafür zwei Äpfel ungeschält in 2mm dicke Scheiben schneiden. Ich nehme dafür unsere Schneidemaschine, ein Hobel geht auch prima. Eine Zitronenhälfte auspressen und mit einem halben Liter kalten Wasser vermischen und die Apfelringe für ca. 5 Minuten hineinlegen und dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Zwei Bleche mit Backpapier belegen und die Scheiben darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 50-60 Grad ca. 6 Stunden trocknen lassen. Klemmt einen Kochlöffel in die Backofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und wendet die Scheiben gelegentlich.
Wenn die Apfelringe beim Aufreißen keine saftigen Stellen mehr haben, sind sie fertig.

Apfeltee

Die Apfelschalen, die beim Apfelmus übrigbleiben, werden bei uns zu Tee. Dafür trockne ich sie ebenfalls im Backofen bei 50 bis 60 Grad bis sie schön trocken und spröde sind. Dann breche oder schneide ich sie in kleine Stücke und bewahre sie in einem Glas oder einer Dose auf. Für die Zubereitung dann einfach einen Esslöffel getrocknete Schalen pro Tasse in ein Teesieb geben, mit kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Man kann ihn dann noch verfeinern z.B. mit einem Stück Ingwer, Zimt, Zitrone oder Honig. Ihr könnt aber auch einfach die getrockneten Apfelschalen in einen milden grünen oder schwarzen Tee krümeln und dem Tee damit eine Apfelnote geben.

Apfel-Bällchen

Noch eine kleine gesunde Nascherei für zwischendurch und ganz einfach und schnell zu machen, sind diese Energie-Bals. Die Bällchen sind außen knusprig und innen schön saftig. So bereite ich die Bällchen zu:
Ihr braucht
ca. 200 g Apfel mit Schale, 200 g Haferflocken und 2 EL Agavendicksaft. Wer mag, kann auch noch 1 TL Zimt untermischen.
Zubereitung:
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Die Äpfel und 100 g Haferflocken fein pürieren. Restlichen Zutaten unter die flüssige Masse rühren und dann 10 Minuten durchziehen lassen.
Mit einem Teelöffel kleine Portionen abnehmen und zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech für eine halbe Stunde backen. Zwischendurch einmal wenden. Sie sollten schön gleichmäßig gebräunt sein.

Wenn Ihr noch weitere Rezeptideen für Äpfel braucht, kann ich Euch das Herbst-Chutney sehr empfehlen. Und an Kuchen natürlich unser Hot Apple Pie, der Zimtrollenkuchen mit Äpfeln oder der Birnenkuchen mit Walnüssen aus dem letzten Beitrag.

Bei uns wird übrigens jeder Apfel gesammelt, auch wenn er noch so klein geblieben ist oder schon dicke Druckstellen hat. Wir haben hier auf dem Hof nämlich so viele dankbare vierbeinige Abnehmer: Die Schweine z.b. finden die Äpfel sogar mit fauligen Stellen köstlich.

Alles Liebe

Silke

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Birnenkuchen mit Walnüssen

Dieser Birnenkuchen mit Walnüssen wollte auf den Blog! Er ist so lecker, dass ich dieses Rezept unbedingt für uns abspeichern wollte und bei unseren Gästen ist er auch so gut angekommen, dass ich direkt darum gebeten wurde, das Kuchenrezept zu teilen. Grund genug also, mich hier mal wieder blicken zu lassen und was freue ich mich, dass hier überhaupt noch jemand da ist und mitliest. Es war ja doch seeeeehr ruhig hier in den letzten  Monaten. Aber wer weiß, vielleicht ist dieser Birnenkuchen ja der Anstoß, hier mal wieder häufiger zu schreiben und schöne Dinge und Rezepte mit Euch zu teilen.

Birnenkuchen mit Walnüssen

Zutaten:

Teig:

  • 300 g Dinkelmehl
  • 80 g brauner Zucker
  • 150 g zimmerwarme Butter
  • 1 Ei

Füllung

  • 40 g Amarettini
  • 1 kg Birnen
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL brauner Zucker
  • 100 g Walnüsse

Bestreichen

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Schlagsahne
  • 1 EL Zucker

Zubereitung:

  1. Alle Teigzutaten mit den Knethaken und dann den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig als Kugel in Frischhaltefolie wickeln und eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  2. Für die Füllung die Kekse fein zerbröseln. Birnen schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in ca. 3 cm große Stücke schneiden.
  3. Butter in einem großen Topf erhitzen. Zitronensaft, Zucker und Birnen dazugeben und ca. 5 Minuten dünsten. Birnen dann in einem Sieb abtropfen lassen. Die Walnüsse grob hacken und vorsichtig unter die Birnen heben.
  4. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen
  5. 2/3 vom Teig ausrollen und in eine gefettete Tarte- oder Springform legen und am Rand ca. 3-4 cm hochziehen.
  6. Die Hälfte der Keksbrösel auf den Teigboden streuen und den Rest der Brösel mit den Füllung vermischen und dann auf den Teigboden geben.
  7. Restlichen Teig ausrollen und mit Keksausstecher z.B. Blätter daraus ausstechen. Diese Blätter auf die Füllung legen.
  8. Eigelb und Sahne verquirlen und die ausgestochenen Teigblätter damit bestreichen.
  9. Den Kuchen auf der unteren Schiene im Backofen ca. 30-40 Minuten backen. Herausnehmen und mit Zucker bestreuen

Wenn Ihr Euch das Rezept ausdrucken wollt, findet Ihr es hier als PDF .

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe,

Silke

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Putzschwämme und Spültücher selber machen – Nachhaltigkeit in der Küche

Schöner und nachhaltiger die Geschirrberge bewältigen?! Dank meiner lieben Freundin Christel geht mir der Abwasch ein bisschen leichter von der Hand! Sie hat mich nämlich mit gehäkelten Putzschwämmen und gestrickten Baumwoll-Spültüchern versorgt und ich bin ganz begeistert.

Sie sind eine umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zu den bunten Plastikschwämmen, ideal zum Schrubben von Töpfen, Pfannen und allen anderen Oberflächen und außerdem total praktisch mit einer Handschlaufe. Dazu gesellen sich noch ein paar unterschiedlich gestrickte Spültücher für die Küche. Diese sind aus Baumwolle und Christel hat verschiedene Muster gestrickt. Ich mag es sehr, wenn Dinge selbstgemacht sind, wirkliche Gebrauchsgegenstände werden und dabei schön und funktional sind.  Christel  hat für euch die Anleitungen aufgeschrieben und mir versichert, dass auch Anfängerinnen das hinbekommen. Vielleicht habt ihr ja auch Lust auf eine ökologische Putzschwamm-Alternative zum Selbermachen.

Die Spültücher wasche ich bei 60 Grad in der Maschine. Die Putzschwämme wasche ich nicht so heiß, gebe aber ein bisschen Essig in das Weichspülfach. Essig wirkt nämlich antibakteriell. Hygienisch sind die Putzschwämme also trotzdem.  Man kann sie auch wunderbar mit kochendem Wasser übergießen und dann einfach zwei Minuten auf höchster Stufe in die Mikrowelle legen. Dann sind sie auch keimfrei. Funktioniert auch im Backofen.  Zum noramlen Trocknen lege ich sie auf die warme Heizung.

Für die Putzschwämme benötigst du nur eine Rolle Jutegarn in der Stärke von Baumwoll-Topflapppengarn. Du bekommst es im Garten-Center, Baumarkt oder Haushaltswarengeschäft. Die Spültücher sind aus Baumwollgarn; Leinen ginge aber auch prima.

Die beiden Anleitungen könnt ihr euch ganz bequem als PDF runterladen:

Anleitung für gehäkelte Putzschwämme

Anleitung für Spültücher aus Baumwolle

Ich bin gespannt, ob euch die die kleinen Haushaltshelfer auch so gut gefallen?!

Viel Freude beim Nacharbeiten!

Alles Liebe,

Silke

 

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Kranz binden mit Weidenkätzchen

Einen Kranz binden mit Naturmaterialien zu dieser Jahreszeit ist ja gar nicht so einfach. Der Garten schlummert noch vor sich hin und bietet noch nicht viel frisches Material. Das alte Material ist aber auch ziemlich abgedroschen.  Einer der ersten Frühlingsboten sind die Weidenkätzchen, die schon vor dem Laubaustrieb ihre flauschigen Kätzchen zeigen.

Die flauschigen Blüten sind nicht nur bei den Menschen beliebt. Da sie so früh im Jahr sprießen, sind sie auch eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten wie Bienen und Hummeln. Das ist auch der Grund dafür, dass die Weidekätzchen unter Naturschutz stehen und in größeren Mengen nicht in der freien Natur gepflückt werden dürfen. Im eigenen Garten ist das natürlich anders und Weiden gehören unbedingt in einen naturnahen Garten. Sie stellen keine hohen Ansprüche an den Boden, sind sehr windfest (was bei uns wichtig ist), lassen sich leicht vermehren und wachsen schnell – 50 bis 100 Zentimeter pro Jahr. Bei uns stehen sie vor allem an den Grabenkanten einiger Weideflächen.

Kranz binden mit Weidenkätzchen

Für den Kranz habe ich Weiden geschnitten, die noch nicht ganz auf sind, damit die kleinen flauschigen Kätzchen nicht so schnell abfallen. Besonders gut geeignet sind Weiden, die relativ klein verzweigt sind. Ich habe alle auf eine Länge gekürzt und zu kleinen Büscheln mit Bindedraht zusammengebunden. Als Rohling für den Kranz könnt ihr einfach einen Ring aus langen Weidenruten formen oder, so wie ich, einen Metallring nehmen. Mit einem Strohrohling geht das auch ganz wunderbar, nur braucht ihr dann deutlich mehr Weidekätzchen um alles abzudecken. Dann legt ihr einfach die einzelnen Weidenbündel um den Rohling und befestigt sie Stück für Stück mit Bindedraht. Die Weidenkätzchen am Ende noch ein bisschen zurechtziehen und fertig ist der Kranz. Ich habe zum Kranz binden die ersten schönen frühlingshaften Tage genutzt und draußen am Gartentisch gearbeitet, während die Kinder einfach das tolle Wetter im Garten genossen haben, ohne das kleine rote Händchen vor Kälte wehtaten. Das waren so die ersten frühlingshaften Tage…

Bei uns stehen noch einige Weidenprojekte auf der Wunschliste! In diesem Beitrag habe ich euch schon mal gezeigt, wie mein Vater die Weiden nutzt. Wir möchten unbedingt noch mal ein Weidentipi für die Kinder anlegen. Außerdem planen wir eine Reihe von Kopfweiden entlang einer Gallowayweide. Kopfweiden sind nämlich nicht nur optisch interessant, sondern entwickeln über die Jahre Hohlräume, die seltenen Tieren wie Kauz und Co. Zuflucht gewähren. Um aus einem Steckholz eine ansehnliche Kopfweide zu entwickeln braucht es ein paar Jahre! Wir sollten vielleicht schon mal Weidensetzstangen schneiden und anfangen…

Alles Liebe,

Silke

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Hallo 2019

Ich wünsche Euch ein schönes neues Jahr! So ein Jahreswechsel und die Weihnachtsferienzeit ist besonders. Man denkt über das alte Jahr nach: Was war gut und was war weniger gut! Was soll im neuen Jahr anders oder auch besser laufen? Habe ich neue Ziele oder Vorsätze? Gibt es konkrete Ideen oder eher eine allgemeine Ausrichtung? Das neue Jahr wartet mit so vielen Möglichkeiten auf uns!

Die höchste Priorität hat auch in 2019 für mich die Familie! Unsere beiden Mädchen sind jetzt 3,5 Jahre und 2 Jahre und damit einfach noch sehr klein. Wir hatten ein schönes, aber auch anstrengendes Jahr 2018! Wichtig ist, dass es uns als Familie gut geht!  Einiges musste zum Wohle der Familie hinten anstehen! Ich möchte diese besondere Zeit mit den kleinen Kindern aber auch maximal genießen! Meine Energie und Zeit gilt es also rund um dieses Thema zu organisieren. Zeitmanagement ist deshalb mein großes Thema für das neue Jahr… Meine große Schwachstelle und absolut verbesserungsfähig!

Selbstversorgung

Gemüse- und Kräutergarten: Ich möchte noch mehr eigenes Obst und Gemüse ernten! Das bedeutet vor allem die Erntesaison zu verlängern. Wir haben seit dem letzten Jahr ein Gewächshaus und ich erhoffe mir früher mit der Ernte beginnen und zum Herbst/ Winter noch länger ernten zu können. Ich habe bisher noch keine Erfahrung mit Gewächshäusern; da muss ich also noch viel lernen. Außerdem möchte ich mich in diesem Jahr intensiver mit Heilkräuter und Naturkosmetik auseinandersetzen.

Unsere Tiere: Wir haben am Wochenende einen unserer Gallowaybullen geschlachtet und das ist immer eine intensive Zeit für uns. Wir sprechen  viel über das Thema Tierwohl und Fleischqualität und den Fleischkonsum überhaupt. Ich kann es absolut verstehen, dass sich immer mehr Menschen für ein Leben als Vegetarier oder sogar Veganer entscheiden. Schlachthofskandale wie im letzten Jahr tragen dazu nur bei. Unser Weg ist ein anderer und insgesamt glaube ich, dass eine große Mehrheit dauerhaft nicht komplett auf Fleisch verzichten wird. Vielleicht aber doch reduzierter, informierter und bewusster Fleisch konsumiert! Fleisch ist insgesamt zu billig und sollte nicht als Ramschartikel über die Supermarkttheke gehen. Uns liegt eine achtsame und artgerechte Landwirtschaft am Herzen, sie ist eine unverzichtbare Säule zum Erhalt des Naturerbes. Wo kommen unsere Produkte her, wie werden sie verarbeitet und welchen Einfluss haben sie auf uns und unsere Umwelt. Gibt es alternative Formen der Landwirtschaft und des Schlachtens? Lassen sich Tierwohl und Fleischqualität vereinbaren? Diese Fragen beschäftigen uns! Wir werden in diesem Jahr einen großen Schritt gehen! Dazu wird es aber bald einen separaten Blogbeitrag geben!

Wenig ist das neue Mehr 

Fangen wir beim Plastik an! So wichtig und es nervt mich, dass wir immer noch eine volle Plastiktonne haben, obwohl wir beim Einkauf möglichst unverpackt kaufen. Das muss besser gehen! Ich überlege, ob ich in der Fastenzeit Plastik fasten sollte?!  Vielleicht gibt mir das noch einmal einen zusätzlichen „Schubs“. Übrigens, unserer Hausmacherwurst gibt’s zukünftig im Glas :-)

Weniger Konsum / weniger Zeug: Hui… was sammelt sich da auch noch mal zusätzlich an mit zwei Kindern!?! Und die Kinder leben mir sehr gut vor, dass weniger mehr ist! Haben sie nämlich zu viel Zeug, fliegt es oft einfach nur so durch die Gegend und sie kommen kaum ins Spielen. Haben sie aber nur wenig und ausgewählte Sachen zur Verfügung, kommt es viel häufiger zu einem schönen und fantasievollen Spielfluss. Also noch mehr darauf gucken, was wirklich in unser Haus darf, viel gebraucht kaufen und noch viel mehr selbst machen.

Weniger Social Media – mehr offline: Keine Frage, dass ist einer der größten Zeitfresser! Deshalb soll es hier immer mehr  handyfreie Zeiten geben  und am Wochenende vielleicht ganze handyfreie Tage. Mal schauen, ob das klappt!

Und damit schließt sich dann auch der Kreislauf zum Zeitmanagement. Wenn ich das alles beherzige, habe ich mehr Zeit zur Verfügung für die schönen Dinge! Vielleicht passiert auch wieder etwas mehr auf dem Blog?! Soll ich Euch wieder ein bisschen häufiger mitnehmen in den Garten oder auf unseren Hof? Und interessieren Euch auch die Themen Naturkosmetik und Heilkräuter? Überrascht war ich ja übrigens über die wahnsinnige Resonanz zu meiner Schnittanleitung für eine Babylatzhose. Unglaublich, wie oft dieser Beitrag monatlich aufgerufen wird. Wollt Ihr mehr davon? Mehr Näh- oder Strickanleitungen und DIY? Oder habt Ihr andere Wunschthemen?

Alles Liebe,

Silke

 

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Kinder- und Puppenkleidung selber machen

Heute gibt’s was Neues für Euch und ich bin sehr gespannt, wie es Euch gefällt!

Ich fange mal von vorn an: Hat man zwei kleine Töchter, ziehen natürlich irgendwann kleine Puppen ins Haus. Beide Mädchen haben jeweils eine selbstgenähte (Waldorf)- Puppe bekommen, die ich mithilfe eine Freundin gemacht habe. Dann kam eine Götz Puppe dazu, mit weichem Körper und festem Kopf, Armen und Beinen und auch diese wird nun heiß geliebt und viel bespielt. Ich wollte die Puppenkleidung für beide Puppenformen gern selbst nähen. Für Waldorfpuppen gibt es wunderbare Inspiration, für die „Plastikpuppen“ gefiel mir das allerdings gar nicht. Muss man denn zwangsläufig quitschebunte Jerseyteilchen für diese Puppen nähen?! Schaut man sich die Stände mit Puppenkleidung an, die es auf einigen Märkten gibt, ist man ja vor lauter Glitzer, Plastik, Pink erst einmal erschlagen Tatsächlich gibt es für die „normalen“ Puppen (Baby Born, Götz,…)  hauptsächlich Dinge in bunt und vor allem in Jersey.

Ich selbst bin ja nicht der allergrößte Jerseyfan! Mag es gern so ein bisschen wie früher, mit klassischen Materialien wie bedruckte Baumwollwebware, Leinen oder Wollfleece, Walk für den Winter! Für Kinder und genauso eben auch für die Puppen.  Als ich dann mit meiner Freundin Christel zusammensaß, selbst Mutter und Oma und Selbermacherin für Kinder und Puppen, sprachen wir über genau diese Dinge und die Idee war geboren: Wir machen eine feine kleine Kollektion für Puppen und die dazugehörigen Puppenmamas – oder papas. Wertige und klassische Materialien, warme und sanfte Farben, schlichte Schnitte, die sowohl schön als auch praktisch sind, mit einem Hauch „Nostalgie“ aber nicht altmodisch. Christel übernimmt hauptsächlich den Strickpart und ich den Nähbereich. Wir haben schon so einige Ideen im Kopf, schon ein paar Sachen gestrickt und genäht und wisst Ihr was, es macht richtig viel Spaß!

Und wenn es Euch gefällt und Ihr Freude daran habt, dann wir es hier zukünftig hin und wieder Anleitungen für Kinder- und Puppenkleidung unserer kleinen „Kollektion“ geben.

Den Auftakt macht heute das oben abgebildete Outfit. Es ist ein Pullunder mit kleinen Flügelärmel für Kinder und ein Puppenpullunder und ist damit der erste Teil dieser kleinen Serie. Ich bin ja ein ganz großer Pullunderliebhaber. Im Sommer tragen die Kinder ihn nur mit einem Hemd oder Body drunter und im Herbst und Winter dann mit einem Langarmshirt oder einer Bluse. Nicht zu warm und einengend, gemütlich und die Ärmel hängen auch nicht gleich in Farbe, Kleber, Essen,… Beide Pullunder sind schlicht rechts gestrickt, die Arm-Hals und Saumbündchen sind kraus rechts gestrickt. Also keine aufwändigen Muster. Geschlossen werden sie am Rücken. Die Puppenkleidung ist so überlegt, dass sie leicht von Kinderhänden zu öffnen und schließen ist. Am Rücken gibt es deshalb drei Holzknöpfe. Die Anleitungen hat Christel für Euch zusammengeschrieben und Ihr könnt Sie Euch (weiter unten im Text) ganz bequem als PDF ausdrucken. Wenn Ihr Fragen habt, dann stellt sie sehr gern. Die Teile für Kinder und Puppen sind nicht immer identisch. Bei dem Pullunder wäre ein Flügelärmel in der Miniversion z.B. schwierig geworden. Es soll ja auch machbar sein und deshalb gibt’s kleine Abwandlungen. Der Stil ist aber der Gleiche!

In einem weiteren Post, dem zweiten Teil zu diesem Post, geht es um die kleinen Pumphosen. Dort gibt’s dann die Schnitte und Nähanleitungen für Kinder und Puppen.

Wir haben übrigens an einer Baby Born und an einer Götzpuppe probiert. Beiden Puppen passten die Sachen ganz wunderbar. Die Beschreibung geht also von einer Puppe von einer Größe von ungefähr 42-44 cm aus.

Ihr könnt Euch die Anleitungen gern als PDF runterladen und ausdrucken:

Strickanleitung Puppenpullunder

Strickanleitung Kindertop mit Flügelärmeln

So, nun bin ich mal gespannt, wie es Euch gefällt?!

Liebe Grüße,

Silke

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Erdbeerkuchen mit Buttermilch

Da melde ich mich (endlich mal wieder!) und habe passend zu diesem sommersonnigen Wochenendprognosen ein leckeres Erdbeerkuchen Rezept für Euch. Genauer gesagt eine leichte Tarte, bei der Buttermilch und Erdbeeren eine feine Liaison eingehen.

Unsere Erdbeeren im Garten sind noch nicht reif, die vom Markt sind aber so langsam richtig schön süß und sehr lecker. Die Tarte ist deshalb auch nur wenig gesüßt. Die Mengenangaben sind für eine runde Tarte- Form mit einem Durchmesser von 24 cm berechnet. Ich habe allerdings hier die eckige Form genutzt, die bei uns quasi im Dauereinsatz ist, und für die überschüssige Menge eine kleine zusätzliche Form für den nächsten Tag befüllt.

Erdbeer-Buttermilch Tarte

Tarte-Form 24 cm Durchmesser oder eckige Tarte-Form

Zutaten:

  • 75 g Puderzucker
  • 100 g Butter
  • 200 g Mehl
  • 1 Eigelb

 

  • Eine Schale Erdbeeren
  • 4 Blatt weiße Gelatine
  • Saft von halber Zitrone
  • 75 g Zucker
  • 250 ml Buttermilch
  • 2 Eiweiß
  • 150 g Schlagsahne
  • 100 g Erdbeermarmelade oder -gelee

 

Zubereitung:

  1. Puderzucker, Butter, Mehl und Eigelb zu einem glatten Teig verkneten und in Folie gewickelt für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank
  2. Backofen auf 180 Grad vorheizen
  3. Tarte-Form einfetten, Teig ausrollen und die Form damit auslegen. Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier belegen und mit Backlinsen füllen. Im Ofen ca. 15 Minuten backen und dann auskühlen lassen.
  4. Erdbeeren waschen und kleiner schneiden.
  5. Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Zitronensaft mit der Hälfte des Zuckers aufkochen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Buttermilch unterrühren. Eiweiße und eine Prise Salz steif schlagen, dabei restlichen Zucker zugeben. Sahne steif schlagen und zusammen mit dem Eisschnee unter die Buttermilch heben. Die Masse auf dem Tarte-Boden verteilen. Erdbeeren auf die Masse geben und leicht eindrücken und dann mindestens eine Stunde kaltstellen.
  6. Marmelade bzw. Gelee erwärmen und über die Beeren träufeln.

Und damit wünsche ich Euch ein wunderschönes Wochenende!

Liebe Grüße,

Silke

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Zimtschnecken Rezept mit Feigen und Walnüssen

Ein Zimtschnecken Rezept habe ich heute für Euch. Nicht die klassische Variante mit Hefe und z.B. Äpfeln wie bei meinem Zimtschneckenkuchen, sondern eher die Wintervariante in Keksform mit getrockneten Feigen und Walnüssen. Der Winter bringt einfach ein anderes Backen mit sich: Die Äpfel und Birnen aus dem Garten sind aufgebraucht und noch gibt es keine Beeren oder Rhabarber. Gut, dass wir jetzt auf Trockenfrüchte zurückgreifen können und glaubt mir, diese Zimtschnecken mit Feigen und Walnüssen sind einfach superlecker.

Man muss die Jahreszeiten nehmen wie sie kommen. Der Winter könnte in diesem Jahr schöner sein, keine Frage. Wir gehen trotzdem raus. Bei jedem Wetter, allein schon wegen der Hunde. Oft stöhnen wir bei Dauerregen und Sturm und drehen möglichst schnell wieder um ins warme Haus. Aber dann gibt es auch immer wieder ganz besonders schöne Momente… Mit Sonnenstrahlen, die durch kahle Bäume blitzen und deren Schönheit erstrahlen lassen.

Zimtschnecken Rezept mit Feigen und Walnüssen

Zutaten:

  • 220 g Mehl
  • 150 g weiche Butter
  • 150 g Frischkäse
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Aprikosenmarmelade
  • 1 verquirltes Ei
  • Zucker-Zimt-Mischung zum Bestäuben Füllung
  • 100 g gehackte Walnüsse
  • 175 g Feigen
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

  1. Butter, Frischkäse mit Zucker und Salz verrühren. Mehl zugeben und alles gut verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens zwei Stunden kühlen.
  2. Ofen auf 180 Grad vorheizen
  3. Walnusskerne 10 MInuten auf einem Backblech rösten, abkühlen lassen.
  4. Walsnüsse und Feigen fein hacken (am besten in einer Küchenmaschine) und mit Zucker und Zimt vermengen.
  5. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 Millimeter dick
  6. zu einem Rechteck ausrollen (ca. 40 cm x 20 cm).
  7. Dünn mit Marmelade bestreichen. Die Füllung darauf geben und leicht festdrücken.
  8. Den Teig von der Seite her aufrollen und die Rolle nochmals in Frischhaltefolie ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  9. Ca. 0,7cm dicke Scheiben abschneiden, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Ei bepinseln. Mit Zimt-Zucker-Mischung bestreuen
  10. 20 – 25 Minuten backen.

Das Rezept gibt es für Euch auch noch einmal als PDF zum ausdrucken.

Alles Liebe,

Silke

 

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Kaminanzünder selber machen

Heute gibt’s ein schnelles DIY für Euch: Kaminanzünder selber machen. Wenn Ihr auch allerhand Kerzenreste in Euren Beständen tummeln habt, vor allem jetzt nach Weihnachten, dann könnte dieses DIY etwas für Euch sein. Ihr braucht nur zwei Zutaten: Kerzenwachs und Sägespäne und dann ist es auch ganz schnell gemacht.

Die gekauften Kaminanzünder sind ja manchmal etwas dubios: Viel Verpackung, man weiß nichts über die Inhaltsstoffe und dann riechen sie oftmals heftig chemisch oder ölig. Diese selbstgemachten Kaminanzünder riechen überhaupt nicht, ich weiß was drin ist, nur Kerzenwachs und Holzspäne, und sie sind kostengünstig bzw. recycelt. Wir verwahren sie offen in einer schönen Holzbox und außerdem erfüllen sie prima ihren Zweck: Sie brennen wirklich lange!

   

Kaminanzünder selber machen:

Ihr benötigt:

  • Kerzenreste
  • Holzspäne
  • einen alten Topf
  • eine eckige Backform oder Backblech + Backpapier

Herstellung:

  1. Die Kerzenreste langsam in dem Topf erwärmen und die alten Kerzendochte rausfischen.
  2. Nun die Holzspäne dazugeben und verrühren. Vom Verhältnis ist es fast 1:1. Ich mache es nach Gefühl. Zu viel Kerzenwachs erschwert einfach das Entflammen.
  3. Dann die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben, gleichmäßig verteilen und mit einer Gabel leicht andrücken.
  4. Wenn die Masse leicht abgekühlt ist, in gewünschte Größe schneiden oder brechen.

Ich würde Euch empfehlen, mit dem Schneiden oder Brechen nicht zu lange zu warten. Ist die Masse erst mal richtig hart, dann ist das Schneiden sehr mühsam. Also lieber nur kurz abkühlen lassen und dann schneiden. Wo Ihr auch unbedingt drauf achten solltet: Die Holzspäne müssen komplett trocken sein. Ich habe z.B. Holzspäne vom Brennholz schneiden verwendet und habe die Späne erst mal ins Haus geholt und ein paar Tage durchtrocknen lassen, bevor ich sie verarbeitet habe.

Ist doch genau richtig für diese ungemütlichen Januartage: Die Herstellung und vor allem die spätere Verwendung!? Für Menschen mit eigenem Kamin oder Ofen ist es übrigens auch eine schöne kleine Geschenkidee.

Liebe Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,

Silke