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Apfelernte

Auch die letzten Äpfel und Birnen unserer Obstbäume sind abgeerntet. Die Ernte war in diesem Jahr nicht sehr ergiebig und kein Vergleich zum letzten Jahr. Bei 22 Bäumen auf unserer Obstbaumwiese kommt dann aber trotzdem Einiges zusammen. Doch was tun mit all dem Obst?

Vor allem Äpfel und Birnen gibt es in großen Mengen. Einige Sorte lassen sich wunderbar lagern, andere müssen schnell verarbeitet werden. Für die Lagerung habe ich uns vor ein paar Jahren einen Obstschrank aus Holz besorgt, der über mehrere Schubladen verfügt, in dem ich die Äpfel vorsichtig hineinlege. Ich kann dann regelmäßig und sehr einfach kontrollieren, ob noch alle Äpfel in gutem Zustand sind. Der Obstlagerungsschrank sollte in einem kühlen Raum stehen. Wir haben für unsere Selbstversorgung und die Hausschlachtungen ein Kühlhaus in unserer Scheune eingebaut und nun ist es eigentlich das ganze Jahr an und ich lagere dort unser gesamtes Obst und Gemüse. Das ist wirklich perfekt und verlängert die Haltbarkeit bis weit ins nächste Jahr.

Einige Apfel- und Birnensorten verarbeite ich zügig nach der Ernte und zeige Euch heute ein paar einfache Verarbeitungsideen…. neben vielen leckeren Kuchen natürlich!

Die Klassiker: Apfelsaft und Apfelmus

 

Apfelsaft

Leider gibt es in unserer Nähe keine mobile Apfelmosterei. Wir haben uns daher einen guten Entsafter besorgt und machen damit unseren Apfelsaft. Ihr könnt Apfelsaft aber auch ohne Entsafter gewinnen. Dafür müsst Ihr die entkernten Äpfel in kleine Stücke teilen und in etwas Wasser weich kochen; dann pürieren und die Masse durch ein Mulltuch pressen. Eine Mischung aus süßen und sauren Äpfeln schmeckt prima, ich mag auch gern eine Mischung aus Äpfeln und Quitten. Wichtig ist, dass Ihr die Äpfel vorher durchseht und faulige Stellen und Druckstellen wegschneitet. Um den Apfelsaft haltbar zu machen, müsst Ihr ihn auf 90 Grad erhitzen, aber nicht kochen. Dann in zuvor sterilisierte Flaschen (ich sterilisiere sie im Backofen bei 120 Grad) abfüllen und luftdicht verschließen. So ist der Apfelsaft dann ca. ein Jahr haltbar.

Apfel-Birnenmus

Mus brauchen wir In großen Mengen. Ich koche immer auf Vorrat ein, damit ich ihn schnell griffbereit habe, wenn es mal wieder Pfannkuchen, Reibekuchen oder Milchreis gibt oder wenn uns der Sinn spontan nach einen kleinen fruchtigem Nachtisch steht. Keine Frage, so ganz pur schmeckt Apfelmus klasse, ich koche aber schon länger für uns ein Apfel-Birnen-Mus. Durch die Birne wird das Mus noch etwas fruchtiger als reines Apfelmus, was wir sehr gern mögen. Dafür nehme ich je nach Größe drei bis vier Äpfel und ein bis zwei Birnen. Schäle, entkerne sie und schneide kleine Würfel. Die Würfel koche ich dann zusammen mit einem TL Vanillezucker und etwas Wasser ca. 15-20 Minuten. Anschließend pürieren und in Gläser abfüllen. Die Gläser koche ich dann zusätzlich noch einmal in unserem Einkocher ein um sicherzustellen, dass nichts schlecht wird.

Apfelringe

Ein kleiner gesunder Snack für zwischendurch, der auch Kindern gut schmeckt. Dafür zwei Äpfel ungeschält in 2mm dicke Scheiben schneiden. Ich nehme dafür unsere Schneidemaschine, ein Hobel geht auch prima. Eine Zitronenhälfte auspressen und mit einem halben Liter kalten Wasser vermischen und die Apfelringe für ca. 5 Minuten hineinlegen und dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Zwei Bleche mit Backpapier belegen und die Scheiben darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 50-60 Grad ca. 6 Stunden trocknen lassen. Klemmt einen Kochlöffel in die Backofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und wendet die Scheiben gelegentlich.
Wenn die Apfelringe beim Aufreißen keine saftigen Stellen mehr haben, sind sie fertig.

Apfeltee

Die Apfelschalen, die beim Apfelmus übrigbleiben, werden bei uns zu Tee. Dafür trockne ich sie ebenfalls im Backofen bei 50 bis 60 Grad bis sie schön trocken und spröde sind. Dann breche oder schneide ich sie in kleine Stücke und bewahre sie in einem Glas oder einer Dose auf. Für die Zubereitung dann einfach einen Esslöffel getrocknete Schalen pro Tasse in ein Teesieb geben, mit kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Man kann ihn dann noch verfeinern z.B. mit einem Stück Ingwer, Zimt, Zitrone oder Honig. Ihr könnt aber auch einfach die getrockneten Apfelschalen in einen milden grünen oder schwarzen Tee krümeln und dem Tee damit eine Apfelnote geben.

Apfel-Bällchen

Noch eine kleine gesunde Nascherei für zwischendurch und ganz einfach und schnell zu machen, sind diese Energie-Bals. Die Bällchen sind außen knusprig und innen schön saftig. So bereite ich die Bällchen zu:
Ihr braucht
ca. 200 g Apfel mit Schale, 200 g Haferflocken und 2 EL Agavendicksaft. Wer mag, kann auch noch 1 TL Zimt untermischen.
Zubereitung:
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Die Äpfel und 100 g Haferflocken fein pürieren. Restlichen Zutaten unter die flüssige Masse rühren und dann 10 Minuten durchziehen lassen.
Mit einem Teelöffel kleine Portionen abnehmen und zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech für eine halbe Stunde backen. Zwischendurch einmal wenden. Sie sollten schön gleichmäßig gebräunt sein.

Wenn Ihr noch weitere Rezeptideen für Äpfel braucht, kann ich Euch das Herbst-Chutney sehr empfehlen. Und an Kuchen natürlich unser Hot Apple Pie, der Zimtrollenkuchen mit Äpfeln oder der Birnenkuchen mit Walnüssen aus dem letzten Beitrag.

Bei uns wird übrigens jeder Apfel gesammelt, auch wenn er noch so klein geblieben ist oder schon dicke Druckstellen hat. Wir haben hier auf dem Hof nämlich so viele dankbare vierbeinige Abnehmer: Die Schweine z.b. finden die Äpfel sogar mit fauligen Stellen köstlich.

Alles Liebe

Silke

1 Antwort
  1. Uschi Voigt sagte:

    Liebe Silke!
    Vielen Dank für die vielen Verwertungsideen😋 leider war unsere Ernte in diesem Jahr auch nicht so reichlich…aber im nächsten Jahr weiß ich -Dank Deiner Tipps- was ich zu tun habe😊👍 Liebe Grüße, Uschi

    Antworten

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