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Lieblings-Zwetschgen-Rezepte

Bei einer Familienfeier vor zwei Wochen bin ich gefragt worden, ob ich ein leckeres Rezept für Zwetschgenkuchen wüßte?!
Und ob!! Ein superleckeres sogar!
 Ich selbst habe dieses Rezept von meiner Schwester bekommen und seither ist er der erklärte „Lieblings-Zwetschgen-Kuchen“ der Familie und unbedingt empfehlenswert.
Das große Hortensienbeet zeigt übrigens gerade seine ganze Farbvielfalt;
 von dunkellila über altrosè zu grünlichen Blüten.
Ein riesiges Blütenmeer!
Ich habe mir einige der Blüten geschnitten und im Haus verteilt.
Außerdem passen sie farblich wunderbar zu den Zwetschgen 🙂
Saftiger Zwetschgenkuchen mit Guss

Zutaten:
125 g weiche Butter
125 g Zucker
eine Prise Salz
3 Eier
200 g Mehl
1 TL Backpulver
800 g – 1000 g Zwetschgen, gewaschen, entsteint und halbiert Für den Guss:
125 ml Sahne
50 g Zucker
2 Eier
1 TL Zimt

Backofen auf 160 Grad vorheizen.
Butter, Zucker und Salz schaumig schlagen. Eier nacheinander unterrühren. Mehl mit Backpulver vermischen und unterrühren. Teig in eine gefettete Springform füllen und die Zwetschgen darauf verteilen.
Nun die Sahne mit dem Zucker, den Eiern und dem Zimt verquirlen und über den Kuchen gießen.
Ca. eine Stunde oder länger im Backofen backen.

 Wir haben da noch ein zweites Lieblings-Rezept für Zwetschgenkuchen, was ganz klassisch mit Streusel daherkommt. 
Dicke leckere Streusel und darauf noch einen Klecks geschlagene Sahne!!!
Schwer zu sagen, was besser ist? Daher möchte ich auch dieses Rezept mit Euch teilen.

 

Ich habe den Streuselkuchen in kleine Tartelette-Förmchen gebacken. Die Mengenangabe passt aber auch in etwa für eine runde Tarte- oder Springform.

 

 

 

 

Streuselkuchen mit Zwetschgen
Zutaten:
500 g Zwetschgen, gewaschen, entsteint und in Spalten geschnitten 
450 g Mehl
250 g Butter
150 g Zucker
2 EL brauner Zucker
1 Ei
1 TL Zimt
Mehl, Zimt und Zucker vermischen. Kalte Butter in Stückchen gemeinsam mit dem Ei dazugeben und schnell zu einem krümeligen Teig verarbeiten. 30 Minuten kalten stellen.
Die Tartelette-Förmchen oder eine Tarteform buttern. Aus dem Teig den Boden der Förmchen befüllen. Einen Teil für die Streusel zurückhalten. Boden fest andrücken und Zwetschgenspalten verteilen. Braunen Zucker darüber streuen und die restlichen Streusel auf die Förmchen verteilen.
Guten Appetit!
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Garten-DIY: Zaun und Rankhilfe aus Weiden

Heute werden wir im Garten kreativ!
Gestalten mit Weidenruten ist sicherlich nicht neu und auf unsere großartige Innovation zurückzuführen! Es gibt ganze Kunstwerke aus Weidengeflecht, diesem Handwerk wird schon seit Jahrhunderten nachgegangen und da wollte mein Vater sich nicht lumpen lassen und es auch endlich einmal ausprobieren. Schließlich muß man das Rad ja auch nicht neu erfinden um schöne Dinge zu gestalten, oder?!
Nicht ganz so kunstvoll und auch nicht ganz so filigran wie beispielsweise Weidenkörbe (filigran ist nicht so seine Stärke 🙂 und doch nicht minder schön ist allerdings das Resultat meines Vaters und deswegen möchte ich hier zeigen, was für einen schönen, praktischen und zugleich recht einfach nachzubauenden Weidenzaun er im Garten geschaffen hat.
Dazu hat er zunächst viele Weiden, die bei uns in einem Graben aufgeschlagen waren, geschnitten und die längeren Zweige von kurzen Abzweigungen mit einer Astschere befreit und alle Blätter entfernt. Dabei hatte er übrigens fleißige Helfer, wie man auf den Bildern auch erkennen kann. Die Esel wußten die Abwechslung auf Ihrem Speiseplan sehr zu schätzen und sind meinem Vater beim Bearbeiten der Weiden nicht von der Seite gewichen und haben Hilfe geleistet beim Entfernen der Blätter 🙂
 

 

 

Äste von halbwegs gleicher Dicke und Länge wurden herausgesucht.
Als Querstreben hat er Rundpfähle im Abstand von ca. 80 cm eingeschlagen und die Weiden dann darum im Versatz gelegt. Die Weiden sind sehr biegsam und lassen sich gut „verweben“. Dabei muß es nicht einmal ausgesprochen gleichmäßig gemacht werden, sieht es doch auch so ganz charmant aus und erfüllt seinen Zweck allemal.
Seht ihr im Hintergrund die Gänse in Reih und Glied?
Ja, das sind die „Kleinen“, von denen ich hier berichtet hatte.
Klein sind sie nun nicht mehr; man hat mittlerweile Mühe, sie von ihren Eltern zu unterscheiden!

 

 

Neben dem Zaun in Hüfthöhe hat er noch eine Rankhilfe nach dem gleichen Prinzip gebaut. Sie hat eine Höhe von ca. 1,80 m und dient nun den Himbeeren als Stütze und macht sich dabei auch optisch ganz wunderbar!
Herzliche Grüße
Silke
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Mirabellen-Kuchen und fruchtiges Chutney mit Mirabellen

Es läßt sich nicht länger leugnen:
Der Hochsommer ist vorbei!
Zwar werden wir zur Zeit noch einmal mit sommerlichen Tagen verwöhnt, doch irgendwie ist das Licht schon anders, die Tage werden kürzer, der Garten verfärbt sich langsam, die Farbintensität und Üppigkeit der Blüten geht und die Temperaturen fallen… 
Der Spätsommer hält Einzug!
Und was hält er für superleckere Früchte bereit!!!
 Den Auftakt heute macht die Mirabelle. Übervoll waren die buschartigen Bäume an der Weide in diesem Jahr, weshalb mein Vater auch so ausgesprochen großzügig mit dem Verteilen war und mir netterweise auch welche gepflückt hat. Nicht schlecht staunte ich allerdings, als er mit einem ganzen Eimer voller Mirabellen ankam, hatte ich doch eigentlich nur einige für einen Blechkuchen eingeplant. Und nicht schlecht staunte ich auch über das Aussehen der Mirabellen, denn eigentlich hatte ich sie gelblich in Erinnerung, also quasi Aprikosen in Kleinformat. Doch die Mirabellen, die mein Vater mir brachte, sahen eher aus wie Pflaumen im Miniformat. Es gibt also auch rote Mirabellen, was mir bis dahin gar nicht so bekannt war, und ich kann nur sagen…. lecker!!
Doch was tun mit einem ganzen Eimer voller Mirabellen?
 Ich habe erst einmal den geplanten Blechkuchen gebacken und möchte das Rezept hier unbedingt weitergeben, weil er so köstlich schmeckt. Die ersten Stücke haben wir noch lauwarm mit einem Klecks geschlagener Sahne genossen. Allgemein wurde dabei angemerkt, daß so ein Kuchen so frisch aus dem Ofen aber auch einfach unschlagbar ist. Nachdem wir dann einen Tag weg waren, hat mein Mann am darauffolgenden Tag noch die letzten Stücke gegessen mit der Bemerkung: „So durchgezogen schmeckt der Kuchen aber auch ganz besonders gut!“
Was nun also besser ist, solltet Ihr selbst einmal ausprobieren!
Blechkuchen mit Mirabellen und Honigstreuseln
Für den Mürbeteig:
300 g Mehl
100 g Puderzucker
80 g geriebene Haselnüsse
1 Prise Zimt
1 Ei
200 g Butter in Würfel geschnitten
Alles zu einem glatten Teig verkneten und in Folie gewickelt 20 Minuten kalt stellen.
Belag:
800 g Mirabellen, waschen, entsteinen und halbieren
300 ml Orangensaft
1,5 Pck. Vanillepudding
300 ml Sahne
4 EL Zucker
Honigstreuseln:
100 g Butter
175 g Mehl
50 g Mandelblättchen
2 EL Honig
80 g Zucker
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. 8 EL Orangensaft mit dem Puddingpulver glatt rühren. Restlichen Saft mit Sahne und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen und den Puddingsaft einrühren. Einmal aufkochen und dann abkühlen lassen.
Streuselzutaten miteinander verkneten.
Ein Backblech mit Backpapier belegen, Mürbeteig ausrollen und auf das Blech legen. Pudding darauf verstreichen und mit den Mirabellen belegen. Zum Schluß die Streusel darauf verteilen und ca. 40 Minuten backen.
Für den Kuchen benötigt man ja nur 800 g Mirabellen; somit war der Eimer also nicht einmal zu einem Viertel geleert. Den Rest habe ich teilweise eingeweckt für einen späteren Zeitpunkt zum Nachtisch oder Kuchen und eine große Menge habe ich verwandt für ein fruchtig / scharfes Chutney. 12 Gläser sind daraus entstanden und auch dieses Rezept möchte hier weitergeben:  

Fruchtiges Chutney mit Mirabellen und Mango
Zutaten:
750 g entsteinte, vollreife Mirabellen
1 große Mango, schälen, entsteinen und in kleine Stücke geschnitten
200 g Zwiebeln, gehackt
3 Knoblauchzehen gepresst
daumengroßes Stück Ingwer, geschält und gehackt
1 Chilischote, gehackt 
1 EL Currypulver (ich habe Madras verwendet)
2 TL grobes Meersalz
250 g brauner Zucker
200 ml Weinessig
Alle Zutaten zusammen in einen Topf geben und unter rühren zum Kochen bringen. Bei reduzierter Hitze eine Stunde köcheln lassen und dann in Gläser füllen. Ca. 10 Minuten auf den Kopf stellen.
Vier Wochen durchgezogen wird der Geschmack noch voller und besser. Er ist fruchtig süß und gleichzeitig pikant mit einer leichter Schärfe. Bei den Zutaten kann man durchaus variieren. Es schmeckt z.B. auch ohne Mangos oder statt der Mirabellen mit Pflaumen als Basis, wer es lieber schärfer mag, nimmt einfach mehr Chilis, Koriander macht sich z.B. auch gut als zusätzliches Gewürz…
Es ist mindestens sechs Monate in den verschlossenen Gläsern haltbar und schmeckt wunderbar zu allem Kurzgebratenem oder auch zum Grillgut.
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So lecker die kleinen Mirabellen ja auch sind, ist die Arbeit des Entsteinens allerdings nicht zu unterschätzen, vor allem in großen Mengen braucht es seine Zeit. Ich habe einen Kirschkern-Entsteiner zur Hilfe genommen, was ganz gut ging. Allerdings macht das Entkernen auch die Hände nicht wirklich hübscher und hinterläßt leichte Verfärbungen. Handschuhe sind also empfehlenswert, nur kann ich damit leider nicht gut arbeiten.
Nach getaner Arbeit habe ich erst einmal einen schönen Sparziergang mit den Hunden gemacht und nach meiner Rückkehr zwei Eimer voller Zwetschgen in unserer Küche vorgefunden….
Dabei konnte mir der Kirschkern-Entsteiner dann leider auch nicht helfen und die Hände sind nun gar nicht mehr vorzeigbar!
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Freispruch für Brombeeren

Als ich in der letzten Woche den Gugelhupf mit Brombeeren servierte und freudig erklärte, daß ich die ersten Brombeeren des Jahres für diesen Kuchen gesammelt und außerdem auch noch gleich ein paar Fruchtstände der Brombeeren für einen Blumenstrauß gepflückt habe, kam sofort der skeptische Einwand:
„Aber hoffentlich ohne Fuchsbandwurm, oder?!“
Der Kuchen war sehr lecker und deswegen möchte ich auch gern das Rezept weitergeben! Man will aber doch auch wirklich bedenkenlos die kleinen wilden Beeren genießen und deswegen möchte ich hier das Thema Fuchsbandwurm kurz aufnehmen:
Was hat es nun eigentlich mit dem Fuchsbandwurm auf sich? Wie gefährlich ist das Beerensammeln und welche Gefahr geht von den wilden Früchten aus?
„Ein Sechser im Lotto ist wahrscheinlicher, als sich durch den Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren“, entwarnt Prof. Klaus Brehm, Biologe der Uni Würzburg, in einem Artikel der Apotheken Umschau vom 24.04.2012. Er erklärt weiter, daß Beeren die hoch am Strauch hängen, als Infektionsweg ausscheiden. Es ist von keinem Fuchsbandwurm-Patienten bekannt, daß er sich durch Waldbeeren angesteckt hat und so ist die Möglichkeit der Übertragung durch Waldbeeren oder Pilzen nicht belegt. Die verbreitete Angst vor Waldfrüchten ist daher fast immer unbegründet.
Doch wie kommt es zu einer Übertragung bzw. mögliche Infektion mit dem Fuchsbandwurm?
Der Parasit lebt im Darm von Füchsen. Über die Ausscheidungen der infizierten Füchse oder auch der gelegentlich infizierten Hunde und Katzen, die den Parasit z.B. durch infizierte Mäuse oder Ratten aufgenommen haben, gelangen die Wurmeier in die Umwelt. Eine Übertragung der Wurmeier auf Menschen findet dann ausschließlich über den Kontakt zum Mund statt. Und zwar entweder nach direktem Kontakt mit einem infizierten Tieren, an deren Fell die Eier haften können oder durch den Umgang mit verseuchter Erde, erklärt das Robert-Koch-Institut. Ein erhöhtes Risiko sich die Fuchsbandwurm-Erkrankung zu holen haben daher vor allem Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind, Jäger und Waldarbeiter oder Menschen die Umgang mit Hunden und Katzen haben, die gern in Wäldern unterwegs sind und gern auf Mäusejagd gehen. Händewaschen und regelmäßige Wurmkuren bei den Hunden sind somit unbedingt wichtig.
Betroffene Regionen finden sich in erster Linie im gesamten süddeutschen Raum, vor allem die Schwäbische Alb, die Alb-Donau-Region, Oberschwaben und das Allgäu. Im übrigen Deutschland sind es nur Einzelfälle. Jährlich gibt es in Deutschland ca. 20 bis 30 Neuerkrankungen, die Infektion mit dem Fuchsbandwurm zählt damit zu den seltensten Parasitosen Europas erklärt Prof. Brehm.
Wie eigentlich bei jedem Obst, sollte man Waldfrüchte, gerade aus Bodennähe, sehr gründlich waschen. Außerdem sollte man zur weiteren Sicherheit überhaupt nur die höher gelegenen Früchte sammeln, denn es ist sehr unwahrscheinlich, daß Fuchskot an diese Beeren gelangt. Die Eier des Fuchsbandwurms sterben ab Temperaturen über 60 Grad Celsius zuverlässig ab, selbstgekochte Marmelade ist also völlig gefahrlos.
Das Deutsche Grüne Kreuz e.V. spricht vom
„Freispruch für Blaubeeren, Brombeeren und Co.“
Also laßt Euch den Geschmack nicht verderben, sammelt die leckeren Beeren und genießt sie nach Beachtung der entsprechenden Schutzmaßnahmen.
In Blumensträußen machen sich die Blütenstände auch superschön. Ich habe mir ein paar abgeschnitten an denen noch nicht reife Beeren waren und ihnen Hortensien und Rosen aus dem Garten zur Seite gestellt.
Sieht toll aus und hält sich eine ganze Weile in der Vase.
Spätestens ab Juli kann man die ersten reifen Brombeeren ernten. Übrigens reifen Brombeeren nach dem Pflücken nicht mehr nach, deswegen also nur ausgereifte Früchte sammeln.
Gugelhupf mit Brombeeren
250 g Brombeeren
350 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
250 g weiche Butter
Salz
220 g Zucker
5 Eier
1 Vanilleschote
120 ml Milch
100 g Puderzucker und 2-3 EL Zitronensaft für den Zuckerguss
Brombeeren gründlich abspülen, trocken tupfen und verlesen.
Eine Gugelhupfform fetten. Mehl und Backpulver mischen.
Vanilleschote längs aufschneiden und Mark herauskratzen.
Butter, 1 Prise Salz, Zucker und das Vanillemark
mind. 5 Minuten schaumig schlagen.
Eier einzeln unter rühren zufügen. Mehl und Milch abwechselnd einrühren.
Den Teig mit den Brombeeren abwechselnd in die Backform fühlen und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad ca. 50 Min backen.
Kuchen erst in der Form und nach ca. 10 Minuten auf ein Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen.
Puderzucker und Zitronensaft zu einem glatten Guss verrühren und über den Kuchen geben. 

 

 

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Unser Sommergarten

 Unser Garten hat im Juni und Juli seinen großen Auftritt und damit den Höhepunkt der Gartensaison. Alles steht in voller Blüte: Rosen, Lavendel, Katzenminze, Frauenmantel, andere Stauden und dann die Stockrosen, die zarten Malven und die vielen Hortensien. Außerdem tragen die Obststräucher viele Früchte und die Holunderblüten duften.
Ich möchte Euch heute einfach mal mitnehmen in unseren Garten und einige Eindrücke aus den letzten beiden Monaten zeigen. 
Vorab dazu einige Eckdaten:
Unsere Hof- und Gebäudefläche hat insgesamt ca. 2250 m², wovon ca. 700 m² für die Gebäudeflächen der Scheune und unseres Wohnstalls zu berechnen sind. Verbleiben also ca. 1600 m² Gartenfläche, eingebettet in die angrenzenden Weiden mit unseren Tieren.  
Den Garten haben mein Mann und ich angelegt. Während er vor allem für die Bäume und Hecken zuständig ist, widme ich mich der Beetgestaltung. Die Formen und die grundsätzliche Struktur überlegen wir gemeinsam. Die Pflege liegt bei mir.
 Einiges, wie z.B. die Obstwiese und sonstiger Baumbestand, hat den großen Umbau glücklicherweise überlebt. Vieles, vor allem die Beete, mußte ich neu anlegen. Sie sind jetzt zwei Jahre alt.
Während des Umbaus war ich oft der Verzweiflung nahe. Durch die neuen Fundamente und Dränagen mußte so vieles aufgerissen werden und es sah grauenvoll aus. Sehr viele Stauden und Rosen haben diese Zeit nicht überlegt, obwohl ich sie alle umgesetzt hatte. 
Hier seht Ihr ein Foto aus der Zeit.
Der Sandsteigtrog hat es überlegt!
 In den letzten zwei Jahren ist viel passiert; so langsam erhält unser Garten ein Gesicht. 
Fertig ist er aber noch nicht; dafür schwirren zu viele Ideen und Wünsche in unseren Köpfen herum!  
In dem wunderschönen Buch von Manfred Lucenz & Klaus Bender „Ein Garten ist niemals fertig“, erschienen im Callwey Verlag, klick, heißt es in der Einleitung:
„Ein Garten ist für uns kein fertiges Endprodukt, sondern ein fortlaufender Prozess des Wachsens, Werdens und Vergehens. Gärtnern bedeutet nicht nur zu pflanzen, zu hegen und zu pflegen, sondern auch die Pflanzen zu beobachten und über den Garten nachzudenken. Alle Sinne sind dabei gefordert…“
An der Terrasse habe ich einen breiten Streifen mit Lavendel angelegt, der in diesem Jahr ganz wunderbar blühte und uns bei den Abendessen am Gartentisch mit seinem Duft verwöhnte. Mittlerweile ist er schon verblüht und ich habe ihn zurückgeschnitten. Der Blick wird weitergeführt auf eine antike Norderneyer Straßenlaterne, ein Hochzeitsgeschenk.
 Die Kleinstrauchrose „The Fairy“ schmiegt sich über den Muschelweg zum Atelier.

 

 Hugo genießt den Garten zwischen Storchschnabel, Malven und Katzenminze. 
 Die Rose „Leonardo da Vinci“ beschenkt uns jedes Jahr mit einer reichen Blüte. Sie hat auch den Umbau überlebt. In einem halbkreisförmigen Beet stehen sieben, mittlerweile große Rosenbüsche, denen ich u.a. die Katzenminze „Walkers Low“ zur Seite gestellt habe. Es ist ein sehr unkompliziertes Beet. 
Auf dem rechten Bild erobert die Ramblerrose „Bobby James“ eine Birke. 

 

 

 

 Der Storchschnabel „Rozanne“ ist vielfach in unserem Garten vertreten. Er schlängelt sich um Buchsbaumkugeln oder durch die alten gusseisernen Zäune. Unermüdlich blüht er fast bis in den November hinein und das jedes Jahr wieder ganz zuverlässig aufs Neue. Er ist zu einer wichtigen Stütze im Garten geworden.
Der Storchschnabel „Apfelblüte“ wächst deutlich niedriger als „Rozanne“ und blüht in einem zarten Rose. Er schlängelt sich um die Buchskugeln zum Haupteingang. Eine typisch ostfriesische Stimmung ist dort auf der rechten Seite zu sehen: Wind, Sonne und Wolken die am Himmel vorüberziehen. Typisch ostfriesisch sind auch die Linden. Wir haben eine ganze Reihe davon als Abgrenzung zur Weide gesetzt.  
Auf der Rückseite des Hauses haben wir ein Gartenbett für ein Schläfchen zwischen den Hortensien!

 

Ein Blick über den Staketenzaun, der Duft- und Indianernessel im Zaum hält , auf unser Sorgenkind, den Gartenteich. Wie Ihr seht, ist er grün! Ich habe immer wieder Schubkarren voller Entengrütze abgefischt! Mittlerweile habe ich den Kampf fast aufgegeben, denn er ist immer wieder bereits nach wenigen Tagen grün. Dafür blüht der Wasserdost wenigstens sehr schön!  

Das war ein kleiner Einblick in unseren Garten!
Unseren Kräutergarten hatte ich schon einmal hier gezeigt.

 

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Familiengemüse

Gibt es ein Familiengemüse? 
Ich meine damit ein Gemüse ähnlich wie ein Familienrezept. Das sich allseits großer Beliebtheit erfreut, ob bei Kindern oder Großeltern, zu dem es Geschichten zu erzählen gibt oder an dem Erinnerungen hängen. Das bereits über Jahre einen Stammplatz auf dem heimischen Esstisch hat und dabei in verschiedenen Variationen?! Ich würde sagen: Wir haben so ein Gemüse! Und zwar die oftmals unterschätzten „Dicken Bohnen“ oder auch „Sau-Bohnen“, wie sie in einigen Regionen genannt werden.
Eine meiner ersten Gartenerinnerungen ist z.B. nicht etwa Unkrautjäten oder das Pflücken von bunten Blumen?! Nein, es ist „Bohnen puhlen“ auf der Terrasse. Als Kind waren es gefühlte und gar nicht kleiner werdende Berge von Bohnenschoten. Dabei haben auch immer gerne die Hofferiengäste geholfen. 
Und dann gab es am nächsten Tag die ersten neuen Dicken Bohnen für alle zum Mittag! Köstlich!
Mein Vater hat mittlerweile den Anbau und die Ernte der Bohnen komplett übernommen und quasi ein kleines „Feld“ damit bepflanzt. Wunderschöne große Pflanzen mit vielen dicken Bohnenschoten dran, die bewundernde Blicke von vorbeifahrenden Radfahren ernten. Hin und wieder wird er gefragt, wer denn diese großen Massen isst! Mein Vater lächelt dann nur; weiß er doch um seine Familie und deren Leidenschaft für dicke Bohnen. In diesem Jahr betrug die Ernte vier volle Schubkarren, die dann noch aus der dicken Hülse befreit werden mußten. Seine Hände sahen danach schlimm aus!!
 Meine Mutter übernimmt dann die Weiterverarbeitung und friert die Bohnen ein, so müssen meine Schwester und ich uns dann also nur noch die fertig portionierten Tüten abholen! Luxus!
Oftmals kommen die Bohnen als Beilage zu Fleischgerichten gemischt mit kleinen Möhren auf den Tisch oder auch gern in einem deftigen Eintopf mit Kartoffeln und Fleischwürfeln. Zu Spaghetti schmecken sie aber auch wunderbar!
Als mein Mann übrigens bei einem ersten gemeinsamen Essen mit der Familie beim Anblick der dicken Bohnen erklärte, daß diese ein „Lieblingsgemüse“ von ihm seien, erntete er allseits ein anerkennendes Lächeln und der Einstieg in die Familie war perfekt!
Ich möchte hier heute zwei Gerichte mit Dicken Bohnen vorstellen, wobei das eine mehr ein kleiner Snack ist. 
Nun hat sicher nicht jeder zu Hause einen Vater der ein Feld mit Dicken Bohnen bepflanzt. Zum Glück gibt es sie aber ja gerade auf dem Markt bzw. im Supermarkt und noch dazu für kleines Geld. Wenn einem aber auch das Auspalen aus der dicken Hülse zu lange dauert, kann man auch im Tiefkühlfach nachschauen.
Kommen wir zum ersten Rezept:
Spätzle Pfanne mit Dicken Bohnen und Kabanossi
Je 400 g frische Spätzle aus dem Kühlregal,  Dicke-Bohnen und ein kleiner Spitzkohl
250 g Kabanossi
1/4 l Gemüsebrühe
Öl, Salz und Pfeffer
Spätzle in kochendem Salzwasser garen und abtropfen lassen.
Dicke Bohnen in kochendem Salzwasser blanchieren, abgießen und abschrecken und die weiße Haut entfernen.
Spitzkohl vierteln, waschen und vom Struck in Streifen schneiden.
Kabanossi in Scheiben schneiden.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Kabanossi unter Wenden darin anbraten. Spätzle kurz mitbraten und dann beides herausnehmen.
Kohl und Bohnen im Bratfett ca. 5 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Brühe angießen und weitere 3-4 Minuten garen. Kabanossi und Spätzle hinzugeben und bei Bedarf noch einmal nachwürzen.
 Die Grundlage bzw. das folgende Rezept habe ich in diesem wunderbaren Kochbuch entdeckt. Ich habe es nur leicht abgewandelt. Man kann es als Snack reichen oder auch als Vorspeise. Es schmeckt einfach super!
Bohnenpüree auf Mozzarella-Rucola-Crostini
Für das Bohnenpüree
450 g dicke Bohnen
1/2 Töpfchen frischen Basilikum
50 g Parmesan oder Pecorino
2 EL Olivenöl
1 TL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
Für die Crostini
250 g Büffelmozzarella
1 Baguettebrot in Scheiben
1 große Knoblauchzehe, geschält und halbiert
Eine Handvoll Rucola
Olivenöl
Fleur de Sel
Die Bohnen in kochendem Salzwasser ca. 2-3 Minuten kochen, abgießen und abschrecken und die Haut anritzen und den Kern herausdrücken.
Bohnenkerne mit Basilikum zu einer großen Paste pürieren. Käse, Öl und Zitronensaft untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Mozzarella zerpflücken und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Baguettescheiben toasten und mit den Knoblauchhälften einreiben.
Erst das Bohnenpüree, dann Mozzarella und Rucola darauf verteilen, mit Öl beträufeln und mit Fleur de Sel bestreuen.
Die Crostini sofort servieren.

 

 

 

 

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So schmeckt der Sommer – Johannisbeertarte

Im Garten gibt es gerade allerhand zu tun! 
So sind z.B. die Beerensträucher soweit und müssen geerntet werden bevor sie von den Vögel geplündert werden.
 Wir haben viele rote und schwarze Johannisbeeren, die ich in erster Linie zu Gelee verarbeite. In diesem Jahr sind 20 Gläser dabei rumgekommen.
Die wenigen weißen Johannisbeeren aus unserem Garten habe ich mit einigen roten und schwarzen Johannisbeeren gemischt und eine leckere Tarte gebacken 
(übrigens passend zur WM in schwarz-rot-gold :-).
Sie schmeckt ganz frisch und wunderbar nach Sommer!
Mein 87jähriger Schwiegervater war ein paar Tage bei uns zu Besuch und war mir bei der Ernte und Weiterverarbeitung behilflich.
Wir hatten viel Freude dabei!

 Für die Johannisbeertarte benötigt ihr:

(für eine 26er Tarteform)
250 g Mehl
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
160 g Butter
200 g Frischkäse
Mark 1/1 Vanilleschote
500 g Johannisbeeren, gewaschen, verlesen und von den Rispen gestrichen  
3 EL Puderzucker
Mehl mit 75 g Zucker, Vanillezucker und Salz mischen und mit dem Ei und der Butter in Flöckchen zu einem glatten Teig verkneten. Zur Kugel geformt und in Frischhaltefolie gewickelt 30 Min in den Kühlschrank legen.
Den Teig dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die gebutterte Tarteform damit auslegen und Ränder hochziehen. Boden mit der Gabel mehrmals einstecken und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Frischkäse mit dem Vanillemark und restlichem Zucker mischen und auf dem Boden verstreichen. Johannisbeeren auf die Creme geben und mit Puderzucker bestäuben.
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Queen of the Night – Purpurne Farben

„Einfache Späte Tulpen“ stand auf dem Verkaufsschild und das klingt ja zunächst nicht sonderlich aufregend. Das Foto und die Bezeichnung „Tulipa Queen of the Night“ haben mich beim Kauf aber angesprochen und jetzt auch wirklich überzeugt. Ja, die Tulpen sind einfach! Das heißt, sie sind nicht gefüllt oder mit gezackten Blütenblättern, haben keine Lilienform, sind nicht mehrfarbig… sie sind eben einfach und dabei so wunderschön!!! Denn die Farbe überzeugt: Ein tiefes Violett! Einfach schön!

 

Und sie haben bei mir einen guten Platz gefunden. Wir haben an der Terrasse ein Beet, welches mir schon viele Niederlagen bereitet hat, denn nur Unkraut scheint sich hier pudelwohl zu fühlen. Es ist ein halbkreisförmiges Beet. Dieser Halbkreis umfasst drei große Birken und das ist auch das Hauptproblem: Die Birken entziehen dem Bett viel Wasser und verfügen über ein dichtes Wurzelwerk. Der Boden ist also knochentrocken, hart und voller Wurzeln. Außerdem ist das Bett im Sommer schattig. Vor vier Jahren haben wir 15 Buchsbaumkugeln in verschiedenen Größen und eine Eibenkugel gesetzt, die mittlerweile auch gut eingewachsen sind. Die gesetzte Buchshecke ist hingegen noch sehr zögerlich und einige Heckenpflanzen mußte ich auch schon ersetzten. Mit der Unterpflanzung war ich dann lange auch nicht so erfolgreich. Selbst der doch sonst so problemlose und blühfreudige Storchschnabel „Max Frei“ wollte hier nicht bleiben. 

Im letzten Jahr habe ich dann „Kleines Immergrün Vinca Minor“ gesetzt, das ja bekanntlich unkompliziert ist, keine hohen Bodenansprüche hat und auch mit Schatten zurecht kommt. Es gilt also auch als „einfache“ Pflanze und ich denke, daß es eine gute Entscheidung war, denn das Immergrün scheint mit den Bodengegebenheiten zurechtzukommen und treibt in diesem Frühjahr ganz wunderbar aus und zeigt schon Blüten.

Neu war für mich die Farbe, kannte ich Immergrün bisher doch nur in weiß und blau. Aber diese neue Blütenfarbe „Atropurpurea“ ist toll: zarte purpurne / violette Blüten schlengeln sich um die Buchsbäume. Aufgrund der Farbe des Immergrüns habe ich dann auch die Tulpen „Queen of the Night“ im Herbst gesetzt. Die „schwebenden“ Tulpenköpfe überragen jetzt die Buchskugeln und die zarten Blüten des Immergrüns.

  
In diesem Beet hat auch vor vier Jahren unser wunderschöner alter Sandsteinbrunnen seinen Platz gefunden.

 

 

 Als Wiederholung zur Blütenfarbe in dem Halbkreisbeet habe ich letzten Monat kleine violette Hornveilchen in eine alte Zinkwanne gesetzt. Diese stehen jetzt auf unserem Terrassentisch und nehmen die purpurne Farbe auf 🙂

Fazit:
„Einfach“ ist oftmals die beste Entscheidung!
P.S.: Die Fotos sind übrigens unter erschwerten Bedingungen entstanden! Ständig eine Hundeschnauze fast im Gesicht oder den ganzen Hundekopf vor der Kamera kann schon störend sein 🙂
 
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Gelber Frühling

Der Frühling kommt doch immer ziemlich gelb daher, oder?! So empfinde ich es zumindest. In unserem Garten ist im Moment gelb die dominanteste Farbe, was eigentlich nur im Frühjahr so ist, denn zu allen anderen Jahreszeiten übernehmen andere Farben die Hauptrolle. Los ging’s mit den vielen Narzissen und der Forsythienblüte, die beide schon fast verblüht sind. Im Moment sind es vor allem die vielen Sumpfdotterblumen, die sich am Teichrand entlang schlängeln und dann noch hier und da verschiedene gelbe Tulpen. Und auch unterwegs zeigt sich die Natur mit viel gelb! Erst das Schabockskraut und nun der Löwenzahn und die Rapsfelder sind auch kurz vor dem Höhepunkt der Blüte und erstrahlen schon von Weitem.
Bei uns im Haus ist auch hier und da ein bißchen gelbe österliche Deko eingezogen und beim Kochen der Karotten-Suppe mußte ich doch ein wenig schmunzeln, denn selbst in der Küche geht es gelb zu. Ich habe dann gleich noch mal hinterher einen Zitronenkuchen gebacken. Kochen und Backen nach Farben quasi. Auch mal ganz inspirierend. Das Thema „Gelb“ ließe sich da sicher noch ausbauen.
Jetzt aber erst einmal zu den beiden Rezepten. 
Die Suppe habe ich ein bißchen mit Curry abgerundet und als Beilage Lachsfilet zugegeben.

 

 


Für die Suppe benötigt Ihr:

Karotten-Suppe mit Curry und Seelachs (für ca. 6-8 Personen)
2 Zwiebel
1 kg Möhren
50 g Butter
2 EL Currypulver
2 TL Honig
100 ml Weißwein
200 ml Orangensaft
1 l Gemüsebrühe
500 ml Schlagsahne
100 g saure Sahne
500 g Seelachsfilet
Salz & Pfeffer

Zwiebeln fein hacken. Die Möhren schalen und grob würfeln und in erhitzter Butter mit Zwiebeln leicht anschwitzen, Curry und Honig zugeben und kurz mitdünsten. Mit Wein ablöschen. Brühe und Orangensaft angießen, aufkochen lassen und ca. 20 Min. garen.

Suppe fein pürieren, Sahne und saure Sahne unterrühren und aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Seelachsfielt waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden. Zur heißen Suppe geben und ca. 7 Min bei schwacher Hitze gar ziehen lassen.

Dann kommen wir noch zu einem wahren Klassiker bei uns im Hause, den ich wärmstens empfehlen kann: Zitronenkuchen vom Blech. Mit diesem Kuchen kann man wirklich nichts falsch machen, denn er schmeckt sozusagen generationsübergreifend allen gleich gut, Kindern wie Großeltern. Außerdem ist er schnell gemacht!  

 

 

Zitronenkuchen vom Blech

350 g weiche Butter
350 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
6 Eier
350 g Mehl
3 TL Backpulver
abgeriebene Schale von 2 Zitronen

Die Zutaten der Reihenfolge nach zu einem Rührteig verarbeiten. Den Teig auf ein gefettetes Backblech streichen und etwa 20 Min. bei 200 Grad backen.
Auskühlen lassen.

Für den Guß:
Aus 200 g Puderzucker
und 4 EL Zitronensaft
einen Guß herstellen und den Kuchen damit bestreichen.

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Erste Ernte: Bärlauch

 

Die erste Ernte der Gartensaison 2014 hat begonnen: Bärlauch. Diese Woche habe ich den ersten „wilden Knoblauch“ aus unserem Garten geerntet. Sehr früh in diesem Jahr und dabei schon soooo lecker.


 

Das Wildkraut wächst bevorzugt an halbschattigen Plätzen, bei uns unter Sträuchern und Büschen, und braucht eine Weile, bis er sich an einem neuen Standort etabliert. Ich habe den Bärlauch vor Jahren bei einer Bekannten abgestochen und es hat ca. drei Jahre gedauert bis er sich so richtig wohl bei uns fühlte. Seither vermehrt er sich jährlich und breitet sich aus. Die Ernte ist immer nur kurzzeitig. Sie beginnt im März und endet dann spätestens Ende Mai. Man sollte den Bärlauch ernten bevor er blüht, dann schmeckt er am besten. Wenn die Bäume und Sträucher voll belaubt sind, zieht er sich nach der Blüte komplett zurück. Also… der frühe Vogel…!!  
 
Ich möchte hier heute drei einfache Rezepte zeigen, bei dem das würzige Kraut jeweils die Grundlage bildet bzw. die nötige Würze gibt.

 

Los geht es mit einem Klassiker, dem Bärlauch-Pesto. Den bereite ich jedes Jahr zu und habe während der Saison immer ein paar Gläser auf Vorrat im Kühlschrank. Das Pesto schmeckt zu Pasta und auch auf Brot unschlagbar gut. In Gläsern abgefüllt, sollte die Oberfläche mit Öl luftdicht verschlossen sein, damit  beugt man Schimmelbildung vor. Es hält sich dann schon eine Weile.

 

 

Für ca. 4 Gläschen Bärlauchpesto benötigt Ihr:
300 g Bärlauch
100 g Parmesan
75 g Pinienkerne
250 ml Olivenöl
Meersalz und Pfeffer
Bärlauch waschen, trocken schütteln und klein schneiden. Die Pinienkerne leicht anrösten (ohne Öl). Parmesan reiben.
Bärlauch mit Pinienkernen, Parmensan und Öl mischen und pürieren. Fertiges Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 
Dann kommen wir zu einer schnellen Bärlauch-Suppe. Der würzige Bärlauch und der Kräuterfrischkäse ergeben eine tolle Kombination. Ich finde, daß italienischer Robiola hier am besten schmeckt, nur ist dieser bei uns leider schwer zu bekommen. Der Bärlauch sollte wirklich erst zum Schluß eingerührt werden, denn erhitzt man ihn zu stark, verlieren die Blätter ihr Aroma und ihre kräftige grüne Farbe.
Für die Bärlauch-Suppe benötigt Ihr:  
50 g Bärlauch (ca. 1 Bund)
1 Zwiebel
50 g Butter
2-3 EL Mehl
300 ml trockener Weißwein
3/4 l kräftige Gemüsebrühe
250 g Schlagsahne
250 g Doppelrahmfrischkäse mit Kräutern (z.B. Robiola)
Salz, Pfeffer, Zucker
Zwiebel schälen und würfeln und in der erhitzten Butter in einem großen Topf andünsten. Mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen. Mit Wein ablöschen und Brühe auffüllen und ca. 5 Min köcheln.
Bärlauch waschen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Sahne einrühren und aufkochen. Käse und Bärlauch einrühren. Suppe mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Das dritte Rezept ist ein Bärlauch-Rührei. Es peppt das klassische Rührei auf und gibt eine tolle Würze und Frische. Ihr solltet es unbedingt einmal probieren. Abends schmeckt es wunderbar zu frischem Brot oder schon mal vormerken für ein Osterbrunch?!
Für das Bärlauchrührei benötigt Ihr:
75 g Bärlauch
1 Zwiebel
2 EL Butter
4 Eier
200 ml Milch
Salz und Pfeffer
Bärlauch waschen, trocken schütteln und in Streifen schneiden. Eier und Milch verschlagen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Zwiebel schälen, fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Eiermilch zugießen und die Bärlauchstreifen zugeben. Unter Rühren stocken lassen und dann warm servieren, dazu frisches Brot reichen.

Abschließend möchte ich dann auch noch mal kurz erwähnen, daß Bärlauch nicht nur gut schmeckt sondern zudem sehr gesund ist. Das würzige Grün ist vitamin- und mineralstoffreich und hat eine blutreinigende Wirkung.

Also, laßt‘ es Euch gutgehen,
Silke