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Holunderblüten

Bei uns sind die Holunderblüten in diesem Jahr recht spät dran, dafür aber äußert üppig. 
Ich habe aber die Befürchtung, dass sie auch flott wieder weg sind, bei den derzeitigen Temperaturen… also schnell noch welche ernten!!  
Einige Flaschen mit Holunderblütensirup sind bereits abgefüllt und warten auf ihren Einsatz. Wie ich den Sirup ansetze, hatte ich im letzten Jahr (click) gezeigt. Dort gibt’s außerdem ein schönes Rezept für eine Joghurttorte mit Holunderblüten. 
In diesem Jahr finden die Holunderblüten aber nicht nur in der Küche ihre Anwendung…

 

Gemeinsam mit ein paar kleinen grünen Äpfeln und duftenden Rosenblüten der Uetersener Klosterrose ergeben sie ein duftenden Blumenstrauß.  

 

Viele Holunderblütenkuchenrezepte haben Sirup als Basis für den Holundergeschmack. Ich habe hier allerdings noch einen ganz einfachen Blechkuchen, der mit frischen Holunderblüten zubereitet wird und dadurch seine leichte Holundernote erhält.

 

 

Ihr benötigt:
8 Holunderblütendolden
100 ml Milch
1 Packet weiche Butter (250 g)
250 g Zucker
1/2 TL Zitronenschale
4 Eier
350 g Mehl
50 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
Puderzucker zum Bestreuen
Milch aufkochen und 2 Blütendolden hineingeben und abgedeckt ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
Butter schaumig rühren und Zucker mit Zitronenschale untermengen. Eier dazugeben. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und zusammen mit der Milch unterrühren. Von den restlichen Dolden die kleinen Blüten abpflücken und einrühren.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig darauf verstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 20-25 Minuten backen.
Mit Puderzucker bestäuben.
 

 

 

 Wer noch mehr Holunderblütengeschmack möchte, kann auch einen Zuckerguss aus Puderzucker und einigen Esslöffeln Holunderblütensirup auf den Kuchen geben.
Schmeckt auch ganz prima!
 Liebe Grüße 
Silke   
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Zu Besuch in Südtirol – Gastpost bei Andrea von „Lemapi“

Die liebe Andrea von „lemapi“ lud mich ein, einen Gastpost zum Thema Sommerfreuden zu schreiben!
Also… solltet Ihr einen Picknick planen und dazu noch feine Leckereien benötigen, dann hüft mal schnell rüber zu Andrea, denn dort habe ich ein paar Ideen für Euch zusammengestellt!
Zum Beitrag geht’s hier entlang click

 

 

Und wenn Ihr dann bei Andrea seid, dann solltet Ihr Euch dort mal in Ruhe umsehen. Sie schreibt von ihrem Leben in Südtirol u.a. mit tollen Rezepten, DIY-Ideen,  Dekorationen,….
Genießt einen sommersonnigen Tag,
Silke
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Kräutergarten-Pflanzpläne

Ich bin schon einige Male nach den Pflanzplänen für unseren Kräutergarten gefragt worden und zuletzt gerade dann, als ich im Urlaub war und die Pläne natürlich nicht dabei hatte…
Das gab den Anstoß, sie hier zu zeigen.
Vielleicht sind die Pflanzlisten ja auch für einige andere interessant!
Wie es zu diesem Kräutergarten kam und welche Überlegungen dort mit eingeflossen sind, könnt Ihr gern noch einmal hier nachlesen.
Die Grundlage war erst einmal eine Wunschliste der Kräuter, die ich auf jeden Fall haben wollte.
Dann habe ich die Ansprüche der Kräuter möglichst passend gruppiert und vier Kräutergruppen zugeordnet.
1. Mediterrane Kräuter
2. Duft- und Heilkräuter
3. Küchengewürze
4. Heimische Wildkräuter
Unser Kräutergarten umfasst vier Rechtecke (jedes Rechteck für eine Gruppe) mit jeweils einer Größe von ca. 1,30 m x 1.20 m.
Ich habe mir eine Auflistung der Pflanzen erstellt, die ich für die Erstbepflanzung besorgen wollte und die ich im ersten Jahr eigentlich immer dabei hatte.
  

 

Meine Pflanzliste:
Mediterrane Kräuter:
  • Lavendel (Lavandula)
  • Salbei (Salvia)
  • Rosmarin (Rosmarinus)
  • Oregano (Origanum vulgare)
  • Majoran (Origanum magorana)
  • Blumendost (Blüten-Oregano, Origanum Laevigatum)
  • Bohnenkraut (Satureja hortensis)
  • Thymian (Thymus vulgaris)
  • Damaszener-Rose (z.B. Rose de Resht, Marie Louise, Jacques Cartier)
Duft- und Heilkräuter
  • roter Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  • Duftnessel (Agastache)
  • Indianernessel (Monarda)
  • Johanniskraut (Hypericum)
  • Ysop, auch Eisen- oder Bienenkraut (Hyssopus)
  • Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
  • Zistrosen (Cistus)
  • Eberraute (Artemisia abrotanum)
Heimische Wildkräuter
  • Malve (Malva)
  • Schafgarbe (Achillea)
  • Blutwurz (Potentilla erecta)
  • Engelwurz (Angelica archangelica)
  • Wermut (Artemisia absinthium)
  • Königskerze (Verbascum)
  • Beinwell (Symphytum officinale)
  • Baldrian (Valeriana)
  • Frauenmantel (Alchemilla)
Küchengewürze
  • Fenchel (Foeniculum)
  • Liebstöckel (Levisticum)
  • Minze (Mentha spicata)
  • Estragon (Artemis dracunculus) 
  • Kümmel (Carum)
  • Korinander (Coriandrum sativum)
  • Borretsch (Borago)
  • Sauerampfer (Rumex acetosa)
  • Currykraut (Helichrysum italicum)
  • Ringelblume (Calendula)
  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
  • Petersilie glatt / kraus (Petroselinum crispum)
  • Kerbel (Anthriscus cerefolium)
  • Dill (Anethum)
Ein paar Kräuter verschwinden und ich pflanze sie dann nach bzw. säe sie aus; andere hingegen machen sich ziemlich breit und man muß aufpassen, dass sie nicht ein ganzes Rechteck für sich allein beanspruchen (Minze!!!).
Ich muß auch gestehen, daß ich doch irgendwie beim Kochen immer wieder leicht auf die gleichen Kräuter zurückgreife und nicht alle Kräuter Verwendung finden.
Das will ich ändern!
Und auch gerade die Heilkräuter dürften ruhig ein wenig mehr zum Einsatz kommen. Bisher erfreuen sie vor allem mit ihren schönen Blüten und ihrem Duft und dienen im Sommer als Anziehungspunkt für viele Schmetterlinge und Bienen.
 In möchte in diesem Jahr z.B. Ringelblumen-Salbe, Kräuterbademilch, Lavendel-Gesichtswasser,… herstellen. 
Habt Ihr noch gute Verwendungsideen für Kräuter?
Dann immer her damit!
Liebe Grüße,
Silke 
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Paletten DIY für Gartengeräte

Heute habe ich eine ganz simple und schnelle Selbermachidee im Gepäck! 
 
Sie schafft Ordnung in das Gartengerätechaos 
(was an sich ja schon einmal eine große Herausforderung darstellt, wie ich finde) 
und sieht dabei dann auch noch dekorativ aus! 

Kleiner Geld- und Zeitaufwand für Ordnung mit dekorativen Schick! 

Na… wenn das nicht vielversprechend klingt, oder? 
 Es handelt sich um ein Gestell aus einer alten Palette!
Irgendwann habe ich eine ähnliche Lösung in einem holländischen Magazin gesehen und so schlummerte diese Idee schon länger in meinem Kopf. 
Als wir dann eine Warenlieferung auf einer Palette erhielten und diese dann nutzlos herumstand, war der Zeitpunkt gekommen und ich habe mich ans Werk gemacht.

 

 

Mittig habe ich drei kleine Aufhängehaken angeschraubt, an denen die kleineren Geräte aufgehängt werden können.

 

 

Man muß wirklich kein großer Handwerker sein, um dieses Palettengestell nachzubauen. 
Ihr benötigt: 
Eine Palette 
zwei ca. 25 cm lange Lattenabschnitte als Füße 
2-3 Aufhängehaken
Einige Schrauben 
Ein wenig Farbe, nach Geschmack 
Akkuschrauber
 
Ich habe zunächst die beiden „Füße“ und die oberste Palettenleiste in einen Grauton gestrichen. 
(Man könnte natürlich auch die ganze Palette streichen oder es komplett lassen, wenn man mag)
 Mit dem Akkuschrauber habe ich dann die Füße mit der Rückseite bündig angeschraubt und die Aufhängehaken befestigt.
  
Dann muß die Palette nur noch aufgestellt werden und schwupps können die Gartengeräte einziehen.
Hugo hat das ganze Geschehen leicht gelangweilt verfolgt und derweil ein kleines Nickerchen gemacht :-) 
Farblich passte er dabei aber doch sehr gut ins Gesamtkonzept und erfüllte somit zumindest den dekorativen Auftrag!
Liebe Grüße aus dem Garten
Silke 
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Lieblings-Zwetschgen-Rezepte

Bei einer Familienfeier vor zwei Wochen bin ich gefragt worden, ob ich ein leckeres Rezept für Zwetschgenkuchen wüßte?!
Und ob!! Ein superleckeres sogar!
 Ich selbst habe dieses Rezept von meiner Schwester bekommen und seither ist er der erklärte „Lieblings-Zwetschgen-Kuchen“ der Familie und unbedingt empfehlenswert.
Das große Hortensienbeet zeigt übrigens gerade seine ganze Farbvielfalt;
 von dunkellila über altrosè zu grünlichen Blüten.
Ein riesiges Blütenmeer!
Ich habe mir einige der Blüten geschnitten und im Haus verteilt.
Außerdem passen sie farblich wunderbar zu den Zwetschgen :-)
Saftiger Zwetschgenkuchen mit Guss

Zutaten:
125 g weiche Butter
125 g Zucker
eine Prise Salz
3 Eier
200 g Mehl
1 TL Backpulver
800 g – 1000 g Zwetschgen, gewaschen, entsteint und halbiert Für den Guss:
125 ml Sahne
50 g Zucker
2 Eier
1 TL Zimt

Backofen auf 160 Grad vorheizen.
Butter, Zucker und Salz schaumig schlagen. Eier nacheinander unterrühren. Mehl mit Backpulver vermischen und unterrühren. Teig in eine gefettete Springform füllen und die Zwetschgen darauf verteilen.
Nun die Sahne mit dem Zucker, den Eiern und dem Zimt verquirlen und über den Kuchen gießen.
Ca. eine Stunde oder länger im Backofen backen.

 Wir haben da noch ein zweites Lieblings-Rezept für Zwetschgenkuchen, was ganz klassisch mit Streusel daherkommt. 
Dicke leckere Streusel und darauf noch einen Klecks geschlagene Sahne!!!
Schwer zu sagen, was besser ist? Daher möchte ich auch dieses Rezept mit Euch teilen.

 

Ich habe den Streuselkuchen in kleine Tartelette-Förmchen gebacken. Die Mengenangabe passt aber auch in etwa für eine runde Tarte- oder Springform.

 

 

 

 

Streuselkuchen mit Zwetschgen
Zutaten:
500 g Zwetschgen, gewaschen, entsteint und in Spalten geschnitten 
450 g Mehl
250 g Butter
150 g Zucker
2 EL brauner Zucker
1 Ei
1 TL Zimt
Mehl, Zimt und Zucker vermischen. Kalte Butter in Stückchen gemeinsam mit dem Ei dazugeben und schnell zu einem krümeligen Teig verarbeiten. 30 Minuten kalten stellen.
Die Tartelette-Förmchen oder eine Tarteform buttern. Aus dem Teig den Boden der Förmchen befüllen. Einen Teil für die Streusel zurückhalten. Boden fest andrücken und Zwetschgenspalten verteilen. Braunen Zucker darüber streuen und die restlichen Streusel auf die Förmchen verteilen.
Guten Appetit!
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Garten-DIY: Zaun und Rankhilfe aus Weiden

Heute werden wir im Garten kreativ!
Gestalten mit Weidenruten ist sicherlich nicht neu und auf unsere großartige Innovation zurückzuführen! Es gibt ganze Kunstwerke aus Weidengeflecht, diesem Handwerk wird schon seit Jahrhunderten nachgegangen und da wollte mein Vater sich nicht lumpen lassen und es auch endlich einmal ausprobieren. Schließlich muß man das Rad ja auch nicht neu erfinden um schöne Dinge zu gestalten, oder?!
Nicht ganz so kunstvoll und auch nicht ganz so filigran wie beispielsweise Weidenkörbe (filigran ist nicht so seine Stärke :-) und doch nicht minder schön ist allerdings das Resultat meines Vaters und deswegen möchte ich hier zeigen, was für einen schönen, praktischen und zugleich recht einfach nachzubauenden Weidenzaun er im Garten geschaffen hat.
Dazu hat er zunächst viele Weiden, die bei uns in einem Graben aufgeschlagen waren, geschnitten und die längeren Zweige von kurzen Abzweigungen mit einer Astschere befreit und alle Blätter entfernt. Dabei hatte er übrigens fleißige Helfer, wie man auf den Bildern auch erkennen kann. Die Esel wußten die Abwechslung auf Ihrem Speiseplan sehr zu schätzen und sind meinem Vater beim Bearbeiten der Weiden nicht von der Seite gewichen und haben Hilfe geleistet beim Entfernen der Blätter :-)
 

 

 

Äste von halbwegs gleicher Dicke und Länge wurden herausgesucht.
Als Querstreben hat er Rundpfähle im Abstand von ca. 80 cm eingeschlagen und die Weiden dann darum im Versatz gelegt. Die Weiden sind sehr biegsam und lassen sich gut „verweben“. Dabei muß es nicht einmal ausgesprochen gleichmäßig gemacht werden, sieht es doch auch so ganz charmant aus und erfüllt seinen Zweck allemal.
Seht ihr im Hintergrund die Gänse in Reih und Glied?
Ja, das sind die „Kleinen“, von denen ich hier berichtet hatte.
Klein sind sie nun nicht mehr; man hat mittlerweile Mühe, sie von ihren Eltern zu unterscheiden!

 

 

Neben dem Zaun in Hüfthöhe hat er noch eine Rankhilfe nach dem gleichen Prinzip gebaut. Sie hat eine Höhe von ca. 1,80 m und dient nun den Himbeeren als Stütze und macht sich dabei auch optisch ganz wunderbar!
Herzliche Grüße
Silke
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Mirabellen-Kuchen und fruchtiges Chutney mit Mirabellen

Es läßt sich nicht länger leugnen:
Der Hochsommer ist vorbei!
Zwar werden wir zur Zeit noch einmal mit sommerlichen Tagen verwöhnt, doch irgendwie ist das Licht schon anders, die Tage werden kürzer, der Garten verfärbt sich langsam, die Farbintensität und Üppigkeit der Blüten geht und die Temperaturen fallen… 
Der Spätsommer hält Einzug!
Und was hält er für superleckere Früchte bereit!!!
 Den Auftakt heute macht die Mirabelle. Übervoll waren die buschartigen Bäume an der Weide in diesem Jahr, weshalb mein Vater auch so ausgesprochen großzügig mit dem Verteilen war und mir netterweise auch welche gepflückt hat. Nicht schlecht staunte ich allerdings, als er mit einem ganzen Eimer voller Mirabellen ankam, hatte ich doch eigentlich nur einige für einen Blechkuchen eingeplant. Und nicht schlecht staunte ich auch über das Aussehen der Mirabellen, denn eigentlich hatte ich sie gelblich in Erinnerung, also quasi Aprikosen in Kleinformat. Doch die Mirabellen, die mein Vater mir brachte, sahen eher aus wie Pflaumen im Miniformat. Es gibt also auch rote Mirabellen, was mir bis dahin gar nicht so bekannt war, und ich kann nur sagen…. lecker!!
Doch was tun mit einem ganzen Eimer voller Mirabellen?
 Ich habe erst einmal den geplanten Blechkuchen gebacken und möchte das Rezept hier unbedingt weitergeben, weil er so köstlich schmeckt. Die ersten Stücke haben wir noch lauwarm mit einem Klecks geschlagener Sahne genossen. Allgemein wurde dabei angemerkt, daß so ein Kuchen so frisch aus dem Ofen aber auch einfach unschlagbar ist. Nachdem wir dann einen Tag weg waren, hat mein Mann am darauffolgenden Tag noch die letzten Stücke gegessen mit der Bemerkung: „So durchgezogen schmeckt der Kuchen aber auch ganz besonders gut!“
Was nun also besser ist, solltet Ihr selbst einmal ausprobieren!
Blechkuchen mit Mirabellen und Honigstreuseln
Für den Mürbeteig:
300 g Mehl
100 g Puderzucker
80 g geriebene Haselnüsse
1 Prise Zimt
1 Ei
200 g Butter in Würfel geschnitten
Alles zu einem glatten Teig verkneten und in Folie gewickelt 20 Minuten kalt stellen.
Belag:
800 g Mirabellen, waschen, entsteinen und halbieren
300 ml Orangensaft
1,5 Pck. Vanillepudding
300 ml Sahne
4 EL Zucker
Honigstreuseln:
100 g Butter
175 g Mehl
50 g Mandelblättchen
2 EL Honig
80 g Zucker
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. 8 EL Orangensaft mit dem Puddingpulver glatt rühren. Restlichen Saft mit Sahne und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen und den Puddingsaft einrühren. Einmal aufkochen und dann abkühlen lassen.
Streuselzutaten miteinander verkneten.
Ein Backblech mit Backpapier belegen, Mürbeteig ausrollen und auf das Blech legen. Pudding darauf verstreichen und mit den Mirabellen belegen. Zum Schluß die Streusel darauf verteilen und ca. 40 Minuten backen.
Für den Kuchen benötigt man ja nur 800 g Mirabellen; somit war der Eimer also nicht einmal zu einem Viertel geleert. Den Rest habe ich teilweise eingeweckt für einen späteren Zeitpunkt zum Nachtisch oder Kuchen und eine große Menge habe ich verwandt für ein fruchtig / scharfes Chutney. 12 Gläser sind daraus entstanden und auch dieses Rezept möchte hier weitergeben:  

Fruchtiges Chutney mit Mirabellen und Mango
Zutaten:
750 g entsteinte, vollreife Mirabellen
1 große Mango, schälen, entsteinen und in kleine Stücke geschnitten
200 g Zwiebeln, gehackt
3 Knoblauchzehen gepresst
daumengroßes Stück Ingwer, geschält und gehackt
1 Chilischote, gehackt 
1 EL Currypulver (ich habe Madras verwendet)
2 TL grobes Meersalz
250 g brauner Zucker
200 ml Weinessig
Alle Zutaten zusammen in einen Topf geben und unter rühren zum Kochen bringen. Bei reduzierter Hitze eine Stunde köcheln lassen und dann in Gläser füllen. Ca. 10 Minuten auf den Kopf stellen.
Vier Wochen durchgezogen wird der Geschmack noch voller und besser. Er ist fruchtig süß und gleichzeitig pikant mit einer leichter Schärfe. Bei den Zutaten kann man durchaus variieren. Es schmeckt z.B. auch ohne Mangos oder statt der Mirabellen mit Pflaumen als Basis, wer es lieber schärfer mag, nimmt einfach mehr Chilis, Koriander macht sich z.B. auch gut als zusätzliches Gewürz…
Es ist mindestens sechs Monate in den verschlossenen Gläsern haltbar und schmeckt wunderbar zu allem Kurzgebratenem oder auch zum Grillgut.
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So lecker die kleinen Mirabellen ja auch sind, ist die Arbeit des Entsteinens allerdings nicht zu unterschätzen, vor allem in großen Mengen braucht es seine Zeit. Ich habe einen Kirschkern-Entsteiner zur Hilfe genommen, was ganz gut ging. Allerdings macht das Entkernen auch die Hände nicht wirklich hübscher und hinterläßt leichte Verfärbungen. Handschuhe sind also empfehlenswert, nur kann ich damit leider nicht gut arbeiten.
Nach getaner Arbeit habe ich erst einmal einen schönen Sparziergang mit den Hunden gemacht und nach meiner Rückkehr zwei Eimer voller Zwetschgen in unserer Küche vorgefunden….
Dabei konnte mir der Kirschkern-Entsteiner dann leider auch nicht helfen und die Hände sind nun gar nicht mehr vorzeigbar!
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Unser Sommergarten

 Unser Garten hat im Juni und Juli seinen großen Auftritt und damit den Höhepunkt der Gartensaison. Alles steht in voller Blüte: Rosen, Lavendel, Katzenminze, Frauenmantel, andere Stauden und dann die Stockrosen, die zarten Malven und die vielen Hortensien. Außerdem tragen die Obststräucher viele Früchte und die Holunderblüten duften.
Ich möchte Euch heute einfach mal mitnehmen in unseren Garten und einige Eindrücke aus den letzten beiden Monaten zeigen. 
Vorab dazu einige Eckdaten:
Unsere Hof- und Gebäudefläche hat insgesamt ca. 2250 m², wovon ca. 700 m² für die Gebäudeflächen der Scheune und unseres Wohnstalls zu berechnen sind. Verbleiben also ca. 1600 m² Gartenfläche, eingebettet in die angrenzenden Weiden mit unseren Tieren.  
Den Garten haben mein Mann und ich angelegt. Während er vor allem für die Bäume und Hecken zuständig ist, widme ich mich der Beetgestaltung. Die Formen und die grundsätzliche Struktur überlegen wir gemeinsam. Die Pflege liegt bei mir.
 Einiges, wie z.B. die Obstwiese und sonstiger Baumbestand, hat den großen Umbau glücklicherweise überlebt. Vieles, vor allem die Beete, mußte ich neu anlegen. Sie sind jetzt zwei Jahre alt.
Während des Umbaus war ich oft der Verzweiflung nahe. Durch die neuen Fundamente und Dränagen mußte so vieles aufgerissen werden und es sah grauenvoll aus. Sehr viele Stauden und Rosen haben diese Zeit nicht überlegt, obwohl ich sie alle umgesetzt hatte. 
Hier seht Ihr ein Foto aus der Zeit.
Der Sandsteigtrog hat es überlegt!
 In den letzten zwei Jahren ist viel passiert; so langsam erhält unser Garten ein Gesicht. 
Fertig ist er aber noch nicht; dafür schwirren zu viele Ideen und Wünsche in unseren Köpfen herum!  
In dem wunderschönen Buch von Manfred Lucenz & Klaus Bender „Ein Garten ist niemals fertig“, erschienen im Callwey Verlag, klick, heißt es in der Einleitung:
„Ein Garten ist für uns kein fertiges Endprodukt, sondern ein fortlaufender Prozess des Wachsens, Werdens und Vergehens. Gärtnern bedeutet nicht nur zu pflanzen, zu hegen und zu pflegen, sondern auch die Pflanzen zu beobachten und über den Garten nachzudenken. Alle Sinne sind dabei gefordert…“
An der Terrasse habe ich einen breiten Streifen mit Lavendel angelegt, der in diesem Jahr ganz wunderbar blühte und uns bei den Abendessen am Gartentisch mit seinem Duft verwöhnte. Mittlerweile ist er schon verblüht und ich habe ihn zurückgeschnitten. Der Blick wird weitergeführt auf eine antike Norderneyer Straßenlaterne, ein Hochzeitsgeschenk.
 Die Kleinstrauchrose „The Fairy“ schmiegt sich über den Muschelweg zum Atelier.

 

 Hugo genießt den Garten zwischen Storchschnabel, Malven und Katzenminze. 
 Die Rose „Leonardo da Vinci“ beschenkt uns jedes Jahr mit einer reichen Blüte. Sie hat auch den Umbau überlebt. In einem halbkreisförmigen Beet stehen sieben, mittlerweile große Rosenbüsche, denen ich u.a. die Katzenminze „Walkers Low“ zur Seite gestellt habe. Es ist ein sehr unkompliziertes Beet. 
Auf dem rechten Bild erobert die Ramblerrose „Bobby James“ eine Birke. 

 

 

 

 Der Storchschnabel „Rozanne“ ist vielfach in unserem Garten vertreten. Er schlängelt sich um Buchsbaumkugeln oder durch die alten gusseisernen Zäune. Unermüdlich blüht er fast bis in den November hinein und das jedes Jahr wieder ganz zuverlässig aufs Neue. Er ist zu einer wichtigen Stütze im Garten geworden.
Der Storchschnabel „Apfelblüte“ wächst deutlich niedriger als „Rozanne“ und blüht in einem zarten Rose. Er schlängelt sich um die Buchskugeln zum Haupteingang. Eine typisch ostfriesische Stimmung ist dort auf der rechten Seite zu sehen: Wind, Sonne und Wolken die am Himmel vorüberziehen. Typisch ostfriesisch sind auch die Linden. Wir haben eine ganze Reihe davon als Abgrenzung zur Weide gesetzt.  
Auf der Rückseite des Hauses haben wir ein Gartenbett für ein Schläfchen zwischen den Hortensien!

 

Ein Blick über den Staketenzaun, der Duft- und Indianernessel im Zaum hält , auf unser Sorgenkind, den Gartenteich. Wie Ihr seht, ist er grün! Ich habe immer wieder Schubkarren voller Entengrütze abgefischt! Mittlerweile habe ich den Kampf fast aufgegeben, denn er ist immer wieder bereits nach wenigen Tagen grün. Dafür blüht der Wasserdost wenigstens sehr schön!  

Das war ein kleiner Einblick in unseren Garten!
Unseren Kräutergarten hatte ich schon einmal hier gezeigt.

 

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Familiengemüse

Gibt es ein Familiengemüse? 
Ich meine damit ein Gemüse ähnlich wie ein Familienrezept. Das sich allseits großer Beliebtheit erfreut, ob bei Kindern oder Großeltern, zu dem es Geschichten zu erzählen gibt oder an dem Erinnerungen hängen. Das bereits über Jahre einen Stammplatz auf dem heimischen Esstisch hat und dabei in verschiedenen Variationen?! Ich würde sagen: Wir haben so ein Gemüse! Und zwar die oftmals unterschätzten „Dicken Bohnen“ oder auch „Sau-Bohnen“, wie sie in einigen Regionen genannt werden.
Eine meiner ersten Gartenerinnerungen ist z.B. nicht etwa Unkrautjäten oder das Pflücken von bunten Blumen?! Nein, es ist „Bohnen puhlen“ auf der Terrasse. Als Kind waren es gefühlte und gar nicht kleiner werdende Berge von Bohnenschoten. Dabei haben auch immer gerne die Hofferiengäste geholfen. 
Und dann gab es am nächsten Tag die ersten neuen Dicken Bohnen für alle zum Mittag! Köstlich!
Mein Vater hat mittlerweile den Anbau und die Ernte der Bohnen komplett übernommen und quasi ein kleines „Feld“ damit bepflanzt. Wunderschöne große Pflanzen mit vielen dicken Bohnenschoten dran, die bewundernde Blicke von vorbeifahrenden Radfahren ernten. Hin und wieder wird er gefragt, wer denn diese großen Massen isst! Mein Vater lächelt dann nur; weiß er doch um seine Familie und deren Leidenschaft für dicke Bohnen. In diesem Jahr betrug die Ernte vier volle Schubkarren, die dann noch aus der dicken Hülse befreit werden mußten. Seine Hände sahen danach schlimm aus!!
 Meine Mutter übernimmt dann die Weiterverarbeitung und friert die Bohnen ein, so müssen meine Schwester und ich uns dann also nur noch die fertig portionierten Tüten abholen! Luxus!
Oftmals kommen die Bohnen als Beilage zu Fleischgerichten gemischt mit kleinen Möhren auf den Tisch oder auch gern in einem deftigen Eintopf mit Kartoffeln und Fleischwürfeln. Zu Spaghetti schmecken sie aber auch wunderbar!
Als mein Mann übrigens bei einem ersten gemeinsamen Essen mit der Familie beim Anblick der dicken Bohnen erklärte, daß diese ein „Lieblingsgemüse“ von ihm seien, erntete er allseits ein anerkennendes Lächeln und der Einstieg in die Familie war perfekt!
Ich möchte hier heute zwei Gerichte mit Dicken Bohnen vorstellen, wobei das eine mehr ein kleiner Snack ist. 
Nun hat sicher nicht jeder zu Hause einen Vater der ein Feld mit Dicken Bohnen bepflanzt. Zum Glück gibt es sie aber ja gerade auf dem Markt bzw. im Supermarkt und noch dazu für kleines Geld. Wenn einem aber auch das Auspalen aus der dicken Hülse zu lange dauert, kann man auch im Tiefkühlfach nachschauen.
Kommen wir zum ersten Rezept:
Spätzle Pfanne mit Dicken Bohnen und Kabanossi
Je 400 g frische Spätzle aus dem Kühlregal,  Dicke-Bohnen und ein kleiner Spitzkohl
250 g Kabanossi
1/4 l Gemüsebrühe
Öl, Salz und Pfeffer
Spätzle in kochendem Salzwasser garen und abtropfen lassen.
Dicke Bohnen in kochendem Salzwasser blanchieren, abgießen und abschrecken und die weiße Haut entfernen.
Spitzkohl vierteln, waschen und vom Struck in Streifen schneiden.
Kabanossi in Scheiben schneiden.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Kabanossi unter Wenden darin anbraten. Spätzle kurz mitbraten und dann beides herausnehmen.
Kohl und Bohnen im Bratfett ca. 5 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Brühe angießen und weitere 3-4 Minuten garen. Kabanossi und Spätzle hinzugeben und bei Bedarf noch einmal nachwürzen.
 Die Grundlage bzw. das folgende Rezept habe ich in diesem wunderbaren Kochbuch entdeckt. Ich habe es nur leicht abgewandelt. Man kann es als Snack reichen oder auch als Vorspeise. Es schmeckt einfach super!
Bohnenpüree auf Mozzarella-Rucola-Crostini
Für das Bohnenpüree
450 g dicke Bohnen
1/2 Töpfchen frischen Basilikum
50 g Parmesan oder Pecorino
2 EL Olivenöl
1 TL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
Für die Crostini
250 g Büffelmozzarella
1 Baguettebrot in Scheiben
1 große Knoblauchzehe, geschält und halbiert
Eine Handvoll Rucola
Olivenöl
Fleur de Sel
Die Bohnen in kochendem Salzwasser ca. 2-3 Minuten kochen, abgießen und abschrecken und die Haut anritzen und den Kern herausdrücken.
Bohnenkerne mit Basilikum zu einer großen Paste pürieren. Käse, Öl und Zitronensaft untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Mozzarella zerpflücken und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Baguettescheiben toasten und mit den Knoblauchhälften einreiben.
Erst das Bohnenpüree, dann Mozzarella und Rucola darauf verteilen, mit Öl beträufeln und mit Fleur de Sel bestreuen.
Die Crostini sofort servieren.

 

 

 

 

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Gelber Frühling

Der Frühling kommt doch immer ziemlich gelb daher, oder?! So empfinde ich es zumindest. In unserem Garten ist im Moment gelb die dominanteste Farbe, was eigentlich nur im Frühjahr so ist, denn zu allen anderen Jahreszeiten übernehmen andere Farben die Hauptrolle. Los ging’s mit den vielen Narzissen und der Forsythienblüte, die beide schon fast verblüht sind. Im Moment sind es vor allem die vielen Sumpfdotterblumen, die sich am Teichrand entlang schlängeln und dann noch hier und da verschiedene gelbe Tulpen. Und auch unterwegs zeigt sich die Natur mit viel gelb! Erst das Schabockskraut und nun der Löwenzahn und die Rapsfelder sind auch kurz vor dem Höhepunkt der Blüte und erstrahlen schon von Weitem.
Bei uns im Haus ist auch hier und da ein bißchen gelbe österliche Deko eingezogen und beim Kochen der Karotten-Suppe mußte ich doch ein wenig schmunzeln, denn selbst in der Küche geht es gelb zu. Ich habe dann gleich noch mal hinterher einen Zitronenkuchen gebacken. Kochen und Backen nach Farben quasi. Auch mal ganz inspirierend. Das Thema „Gelb“ ließe sich da sicher noch ausbauen.
Jetzt aber erst einmal zu den beiden Rezepten. 
Die Suppe habe ich ein bißchen mit Curry abgerundet und als Beilage Lachsfilet zugegeben.

 

 


Für die Suppe benötigt Ihr:

Karotten-Suppe mit Curry und Seelachs (für ca. 6-8 Personen)
2 Zwiebel
1 kg Möhren
50 g Butter
2 EL Currypulver
2 TL Honig
100 ml Weißwein
200 ml Orangensaft
1 l Gemüsebrühe
500 ml Schlagsahne
100 g saure Sahne
500 g Seelachsfilet
Salz & Pfeffer

Zwiebeln fein hacken. Die Möhren schalen und grob würfeln und in erhitzter Butter mit Zwiebeln leicht anschwitzen, Curry und Honig zugeben und kurz mitdünsten. Mit Wein ablöschen. Brühe und Orangensaft angießen, aufkochen lassen und ca. 20 Min. garen.

Suppe fein pürieren, Sahne und saure Sahne unterrühren und aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Seelachsfielt waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden. Zur heißen Suppe geben und ca. 7 Min bei schwacher Hitze gar ziehen lassen.

Dann kommen wir noch zu einem wahren Klassiker bei uns im Hause, den ich wärmstens empfehlen kann: Zitronenkuchen vom Blech. Mit diesem Kuchen kann man wirklich nichts falsch machen, denn er schmeckt sozusagen generationsübergreifend allen gleich gut, Kindern wie Großeltern. Außerdem ist er schnell gemacht!  

 

 

Zitronenkuchen vom Blech

350 g weiche Butter
350 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
6 Eier
350 g Mehl
3 TL Backpulver
abgeriebene Schale von 2 Zitronen

Die Zutaten der Reihenfolge nach zu einem Rührteig verarbeiten. Den Teig auf ein gefettetes Backblech streichen und etwa 20 Min. bei 200 Grad backen.
Auskühlen lassen.

Für den Guß:
Aus 200 g Puderzucker
und 4 EL Zitronensaft
einen Guß herstellen und den Kuchen damit bestreichen.