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Steinpilz-Pasta

 

Wir haben gestern einen Korb mit frischen Steinpilzen vor unserer Tür vorgefunden.  In unserem Freundeskreis gibt es ein Paar, das zu der hier eher seltenen Gattung der „Pilzesammler“ gehört. Und in diesem Jahr waren wir die ersten, die in den Genuß der neuen Herbst-Steinpilze kamen.  Wir lieben diese leicht nussig schmeckenden Steinpilze. Sie sind bei uns auf dem Markt oder im Supermarkt kaum zu kaufen und wenn dann zu Preisen, die fast schon ungeheuerlich sind. Eine Züchtung von Steinpilzen ist nämlich bisher nicht gelungen.  Zu ihrem Namen sind die Pilze übrigens aufgrund des festen, weißen Fleisches gekommen.

Unsere Freunde sind nun also tatsächlich sehr eifrige Pilzesammler (im letzten Jahr ca. 70 kg!!!) und sind in diesen Monaten morgens um 5.00 Uhr in den Wäldern bzw. Waldrändern und Böschungen anzutreffen. Die entsprechenden Stellen sind ein wohl gehütetes Geheimnis, denn auch die Konkurrenz schläft nicht. Auf Nachfrage, wo sie denn die Steinpilze gefunden haben, erhält man meinst zur Antwort: „Im Wattenmeer!“ … ist klar!!!

Gestern Morgen wurden sie dann fündig und haben etwa 700 g Steinpilze gesammelt. Mehr gab die Natur noch nicht her. Unser Essensplan wurde daraufhin kurzerhand umgeworfen und es gab:

Frische Steinpilze mit Spaghetti.

Für 4 Personen benötigt Ihr dazu etwa:

750 g frische Steinpilze
150 g Schinkenwürfel
2 kleine Schalotten
4 Blätter Salbei
250 ml Sahne
1 EL Olivenöl
1 EL Butter
500 g Spaghetti

Die Spaghetti nach Packungsanweisung kochen. Die Steinpilze putzen und in Scheiben schneiden. Schalotten klein schneiden und in Olivenöl anschwitzen. Dann die Schinkenwürfel und Pilze mit etwas Butter dazugeben und anbraten, bis die Pilze eine leichte Bräunung annehmen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Salbei in dünne Streifen schneiden, kurz mitbraten und alle mit Sahne aufgießen und  leicht einköcheln lassen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Mit den fertigen Spaghetti servieren und je nach Geschmack noch frisch geriebenen Parmesan dazu reichen.

Guten Appetit!!

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Schwarzwurzelsuppe

Der Winter hat uns nach wie vor fest im Griff und um unseren Hof weht ein scharfer Wind. Gefühlt ist die Temperatur noch weit unter der tatsächlichen und ganz ungewöhnlich für den März. Die Natur steht eigentlich in den Startlöchern, man kann es an dem zarten Austrieb der Pflanzen sehen und doch läßt der Frühling noch auf sich warten.

Da erscheint es doch nicht annährend verwunderlich, daß man Lust auf eine eine wärmende Suppe hat und warum dann nicht auch noch zu einem Wintergemüse greifen.

Schwarzwurzel sind ein wunderbares Wintergemüse, sie haben allerdings einen großen Nachteil. Das Putzen und schälen ist mühsam, die Wurzeln kleben beim Schälen und hinterlassen unschöne Flecken. Mein Tipp: Entweder unter laufendem Wasser schälen oder zu Einweg-Handschuhen greifen. Da geht es problemlos und der gute Geschmack der Schwarzwurzel läßt diesen kleinen Nachteil schnell vergessen. Dann noch Schalotten schälen und klein schneiden und schon hat man die Basis der Suppe.

 

Zur Verfeinerung der Suppe bzw. als Einlage habe ich Räucherlachs und ein wenig Schnittlauch gewählt.

 

Und hier nun das komplette Rezept für 4 Personen:

Schwarzwurzelsuppe mit Räucherlachs

Zutaten:

 

750 g Schwarzwurzeln

 

2 Schalotten

 

1 L Gemüsebrühe

 

100 ml Sahne

 

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 

 

Einlage:

 

150 g geräucherter Lachs

 

½ Bund Schnittlauch

 

 

Die Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser abbürsten, schälen und klein schneiden. Die Schalotten ebenfalls schälen und klein schneiden. Beides in der Gemüsebrühe ca. 20 Minuten bei mittlere Hitze weich köcheln und dann pürieren. Sahne zufügen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen und evtl. noch mal kurz erhitzen ohne zu kochen.

 

Den Fisch in Stücke schneiden und mit dem geschnittenen Schnittlauch anrichten.

 

 

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Heimgemachte Oliventapenade mit gebackenem Ziegenkäse

Oliventapenade mache ich häufiger und dazu gibt es in der Regel geröstetes Brot… wie Bruschetta. In Donna Hay’s „Jahreszeiten“ – Kochbuch habe ich jetzt entdeckt, daß sie dazu einen gebackenen Ziegenkäse serviert. Hört sich wunderbar an! Also, gleich ausprobiert und ich kann nur sagen…. Köstlich! 

 

 

 

 

Das Rezept:

Tapenade aus schwarzen Oliven
(für ca. 4 Gläser á 200 ml Inhalt)
1 Bund glatte Petersilie
2 frische Knoblauchzehen
500 g entsteinte schwarze Oliven
150 g Kapern
12 Sardellenfilets
300-350 ml Olivenöl
Schwarzer Pfeffer
1 Tl Chiliflocken
Alle Zutaten miteinander pürieren, dann in Gläser füllen und glatt streichen, zuletzt 1 cm hoch mit Olivenöl begießen. Gläser sind ungeöffnet und im Kühlschrank aufbewahrt ca. 3 Monate haltbar.
Gebackener Käse
Ziegenrolle pro Person ca. 60-80 g
1 Knoblauchzehe
2 El Olivenöl
Die Knoblauchzehe pressen und mit dem Olivenöl verrühren. Die Käseröllchen damit beträufeln, auf Backpapier setzten und im vorgeheizten Backofengrill goldbraun rösten.
Ich habe die Brotscheiben auch kurz knusprig mitgeröstet. 
 
Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Tag, 
Silke