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Wald- und Wiesenernte

Bei meinen täglichen Streifzügen mit den Hunden durch die Felder und Wiesen werden gerade alle Sinnesorgane verwöhnt.  Man hört die Vögel zwitschern und der Wind rauscht in den Blättern der Bäume. Dem Getreide auf den Feldern kann man fast beim Wachsen zustehen und es streckt einem schon die Ähren entgegen, die langsam vom grünlichen ins gelbliche wechseln und überall blühen die verschiedensten Wildblumen. Dazu duftende Gerüche von blühenden  Büschen. Die Natur beschenkt uns also gerade reichlich! Und man muß nur zugreifen und kann sich davon etwas direkt mit nach Hause holen: Wildblumen wie z.B. Kamille oder Mageriten für die Vasen und / oder für die Gaumenfreuden z.B. Holunderblüten, die mit Ihrem Duft locken.

Von Juni bis August ist Holunder-Blütezeit.  

Holunder ist eine perfekte Zutat für Marmeladen und Gelees oder als Sirup für leckere Mixgetränke z.B. mit Mineralwasser und Apfelsaft oder für einen Hugo mit Prosecco und Minze.

Die Blüten sollten an sonnigen Tagen gepflückt werden und dabei voll aufgeblüht sein, denn dann haben sie ein intensives Aroma. Der für den Geschmack verantwortliche Blütenstaub sollte übrigens auch möglichst nicht abgespült werden.


Holunderblüten-Sirup

Ihr benötigt: 
Ca. 30 Holunderblütendolden
2 unbehandelte Zitronen 
1 kg Zucker
25 g Zitronensäure (aus der Apotheke)
Zucker mit 2 l Wasser aufkochen. Zitronen auspressen und mitsamt der Schalen zum Zuckerwasser geben und dann abkühlen lassen.  Die Blüten in die kalte Zuckerlösung geben, den Topf mit einem Tuch abdecken und mind. zwei Tage ziehen lassen. Mit einer Schaumkelle die Schalen und die Blüten entfernen und den Sud durch einen feinen Sieb oder eine Mullwindel gießen. Zitronensäure hinzufügen und das Ganze noch einmal unter Rühren aufkochen und dann direkt in heiß ausgespülte Flaschen füllen und verschließen.
 Ich bereite immer einige Flaschen Holunderblüten-Sirup auf Vorrat zu. Lagert man die Flaschen kühl und dunkel bleibt der Sirup etwa ein Jahr haltbar… bis zur nächsten Ernte. 

Dann möchte ich hier noch ein zweites Holunderblütenrezept vorstellen, und zwar eine Joghurttorte, bei der der Backofen heute einmal kalt bleibt, die außerdem sommerlich frisch und raffiniert im Geschmack daherkommt und auch optisch eine gute Figur macht.


Joghurttorte mit Holunderblüten

Zutaten für eine 26er Springform: 7 Holunderblüten
250 g Zucker
150 g Kekse
125 g Butter
8 Blatt Gelatine
500 g griechischer Joghurt
4 EL Zitronensaft
200 g Schlagsahne Den Zucker mit 250 ml Wasser aufkochen lassen und abkühlen lassen. 6 Holunderblüten damit übergießen und mind. 4 Stunden abgedeckt ziehen lassen.

Die Kekse fein zerbröseln und mit der geschmolzenen Butter vermengen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und die Keksmischung gleichmäßig darauf verteilen und leicht andrücken. Im Kühlschrank fest werden lassen.
Nach der Wartezeit den Holunderblütensirup durch ein Sieb gießen. Gelatine einweichen. Joghurt mit 200 ml Sirup und Zitronensaft verrühren. 6 Blatt Gelatine bei schwacher Hitze auflösen, etwas Joghurt einrühren und dann alles zum restlichen Joghurt geben, gut verrühren und im Kühlschrank leicht fest werden lassen.
Sahne steif schlagen und unter die Joghurtmasse geben sobald diese zu gelieren beginnt. Die Joghurtcreme auf den Boden verteilen und im Kühlschrank fest werden lassen.
Den restlichen Sirup erwärmen und die verbleibende Gelatine darin auflösen. Blüten von der restlichen Holunderblütendolde mit einer Schere abschneiden, zum Guss geben und diesen auf der Torte verteilen.
Mindestens vier Stunden fest werden lassen im Kühlschrank.
Zum Schluß evtl. mit Holunderblüten verzieren.

 

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