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Blaubeer-Tarte mit Panna Cotta

Auf dem Blog herrscht gerade erhöhtes Tarte-Aufkommen. Gerade erst gab es die Aprikosen-Tarte und schon folgt das nächste Tarte-Rezept. Ist aber auch einfach perfekt zu dieser Jahreszeit: Feine Früchte und Beeren gepaart mit einem Mürbeteig. Diesmal gibt’s Blaubeeren, zu denen sich eine feine Panna-Cotta-Creme gesellt. Während ich es bei der Aprikosen-Tarte lieber pur mag, finde ich bei den Blaubeeren die Kombination aus Panna-Cotta, Beeren und Mürbeteig sehr lecker. 
       
Dazu gibt’s noch mal ein paar Bilder aus dem Garten. Abends aufgenommen, während der einsetzenden Dämmerung bzw. der „Blauen Stunde“. Für mich ist das die schönste Tageszeit in unserem Garten.  
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Blaubeer-Tarte mit Panna Cotta
Zutaten: (für eine eckige Tarteform oder 6 Tartelette-Förmchen)
– 60 g zimmerwarme Butter
– 30 g Puderzucker
– Eine Prise Salz
– 1 Ei
– 130 g Mehl
– 50 g Cashewnusskerne   
– 75 g weiße Schokolade 
– 1 Vanilleschote
– 3 Blatt Gelatine
– 200 g Schlagsahne
– 180 g Milch
– 70 g Zucker
– 200 g Blaubeeren
– 1 TL Zitronensaft 
– Hülsenfrüchte zum Blindbacken  
Zubereitung: 
1. Cashewnusskerne fein mahlen. Mit Mehl, Butter, Puderzucker, Ei und Salz mit dem Knethaken verkneten. Teig in Klarsichtfolie wickeln und eine Stunde kaltstellen.
2. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Teig ausrollen und eine gefettete und bemehlte Tarteform damit auslegen. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Backpapierbogen einmal zusammenknüllen und wieder glätten, in die Form legen und mit Hülsenfrüchten beschweren zum Blindbacken.
3. Im vorgeheizten Ofen auf dem untersten Rost 15 Minuten backen. Hülsenfrüchte und Papier entfernen und den Boden weitere fünf Minuten backen, bis er goldbraun ist. Abkühlen lassen.
4. Schokolade über einem heißen Wasserbad schmelzen und den Tarteboden mit der flüssigen Schokolade einpinseln (so weicht er später nicht durch die Füllung auf)
5. Für die Panna Cotta die Vanilleschote längs aufritzen und das Mark herausschaben. Gelatine einweichen. 100 g Sahne und Milch in einem Topf erhitzen. Zucker, Vanilleschote und -mark zugeben und aufkochen lassen.
Vanilleschote entfernen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und in der heißen Sahnemilch unter Rühren auflösen. Creme leicht abkühlen lassen.
100 g Blaubeeren pürieren und mit dem Zitronensaft unter die Panna Cotta rühren.
6. Restliche Sahne steifschlagen und unter die Blaubeercreme heben, sobald diese beginnt fest zu werden.
7. Die Creme in die Form füllen und für mindestens drei Stunden kalt stellen.
8. Dann nur noch mit den restlichen Blaubeeren garnieren und genießen.
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Das Rezept für die Blaubeer-Tarte findet Ihr hier als PDF zum ausdrucken.
Liebe Grüße,
Silke
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Sommergarten

Es wird Zeit, Euch mal wieder mit in unseren Garten zu nehmen. Im Juli kam der ersehnte Sommer und der Garten hat alles gegeben! Blüten in Hülle und Fülle: Rosen, sämtliche Stauden und jetzt die vielen Hortensien. Es ist einfach schön! 
Blaubeere, Hortensie und Frauenmantel
Lichtnelke, unser Brunnen mit der Ramblerrose ‚Perennial Blue‘ und rechts die Rose „Rose de Resht“
Der Blick über die Sichtachse „Obstbaumwiese“
Das große Hortensienbeet am Nebeneingang.
Thymian, Riesengänsefuß (Baumspinat) und Ehrenpreis
Der Weg zum Haupteingang wird links und rechts von Linden und üppigen Wildrosenhecken „rosa rugosa“ gesäumt.
Frauenmantel und rechts Johanniskraut
Indianernessel, Johannisbeeren und Rose „Rody“


Die Bodendeckerrose „Rody“ gibt in diesem Jahr alles und hat lange überhängende Triebe. Die Farbe ist toll, sie ist sehr unkompliziert, starkwüchsig und gesund. Ich finde, sie ist mal eine gute Alternative zur „The Fairy“.

Der Bank bei der Obstbaumwiese habe ich links und rechts einen Streifen Storchschnabel „Rozanne“ zur Seite gepflanzt. Es sieht aus wie ein blaues Band und strahlt trotz der Blütenfülle Ruhe aus.
Und noch einmal „Rozanne“, der sich hier um die großen Buchsbaumkugeln schlängelt.
Zum Haupteingang reihen sich kleine Buchskugeln wie an einer Perlenschnur. Unterpflanzt habe ich sie mit dem Storchschnabel „Apfelblüte“ und „Dreamland“. Vor allem Dreamland blüht bis in den Herbst hinein. 

Bilder vom Kräutergarten und Gemüsegarten gibt es heute nicht; ich habe hier und hier schon mal darüber geschrieben. Außerdem machen mir die Schnecken in diesen Gartenbereichen das Leben gerade besonders schwer und ich bin ein bisschen frustriert. Es gibt auch noch einen neuen Gartenraum, von dem es aber hier heute auch noch keine Bilder gibt. Ich möchte Euch davon in einem separaten Post erzählen.


Gartenfotografie finde ich schwierig! Einzelne Details, Blüten und Makroaufnahmen sind gut und schön, aber wirklich die Stimmung des Gartens einzufangen, den besonderen Lichteinfall, die Bepflanzung einer Staudenrabatte oder die Wirkung eines Gartenraums, … das finde ich schwierig. Ich bin nie ganz zufrieden, wenn ich später meine gemachten Fotos durchsehe. Das steht auf jeden Fall auf meiner Wunschliste: Ein Workshop zum Thema Gartenfotografie.
Liebe Grüße 
Silke  
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Holunderblüten-Birnen-Eis

Für einen geschmacksintensiven und aromatischen Holunderblütensirup soll man die Blüten bei Sonnenschein und warmen Temperaturen ernten. Der für den Geschmack verantwortliche Blütenstaub soll möglichst nicht abgespült werden. Wer hätte gedacht, dass das die größten Herausforderungen bei der Zubereitung von Holunderblütensirup sein könnten?! In diesem Jahr ist es so! Der Sommer ist zögerlich: Sonnenschein und warme Temperaturen sind Fehlanzeige und der Blütenstaub wird nicht durch mein Abwaschen, sondern durch den Regen heraus gespült. Ein paar Blüten konnte ich dem schlechten Wetter aber abluchsen und damit leckeren Holunderblütensirup ansetzen.   
So zieht der Juni vorüber, der Garten steht in voller Blüte und man kann ihn kaum genießen. Normalerweise sitzen wir viel auf der Terrasse, lassen uns von dem Duft der Ramblerrosen und dem Lavendel verwöhnen und schlürfen bei möglichst hohen Temperaturen z.B. ein leckeres Eis. Die Ramblerrose gibt alles, der Lavendel blüht fantastisch und ich stehe mit meinem Eis parat! Fehlt nur noch die Sonne! Wir hoffen mal auf den Juli!   
Dieses Holunderblüten-Birnen-Eis schmeckt so ein bisschen nach Wassereis aus Kindertagen. Leicht, erfrischend, süßlich und lecker! Es ist kein großes Hexenwerk und Ihr braucht keine Eismaschine. Ich habe das Rezept aus der „deli“ Nr. 2/2014, die es wiederum dem „Eis“-Buch von Elisabeth Johansson entnommen hat.
 
Holunderblüten-Birnen-Eis    
Zutaten: (für 6-8 Wassereis-Formen) 
·         250 ml Holunderblütensirup
·         400 ml Wasser
·         1/2 Birne
·         Saft und Schale von 1/2 Zitrone  
Zubereitung:  
1.    Birne in dünne Scheiben schneiden und in jede Eisform eine Scheibe leben.
2.    Sirup, Wasser, Saft und Schale von der Zitrone vermengen und die Förmchen damit auffüllen. Eisstiele einsetzen
3.    Über Nacht gefrieren lassen und dann zum herausnehmen kurz in laufwarmes Wasser stellen. 
Das Rezept könnt Ihr Euch ganz bequem als PDF ausdrucken.

 

Die „deli“ hat gleich noch einen guten Tipp mitgeliefert: Die Masse ohne Birnen in Eiswürfelbehälter gefrieren lassen und mit Prosecco aufgegossen servieren. Ich habe noch Minze-Blättchen mit gefroren. Bilder gibt’s davon noch nicht, denn das werden wir erst am Wochenende testen! Ihr wisst schon: Rosenblüte, Lavelduft und lauschige Sommernacht auf unserer Terrasse… schließlich haben wir dann schon Juli!  
Liebe Grüße
Silke   
P.S.:
Das Rezept für meinen Holunderblütensirup findet Ihr hier
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Hoffest

Wir haben gefeiert und zwar so richtig! Letztes Wochenende hatten wir ein großes Fest bei uns am Hof! Anlass war der runde Geburtstag meines Mannes (er nannte es lieber Hoffest), zu dem er Familie, Freunde und enge Geschäftsfreunde eingeladen hatte. Rund 70 Gäste sind gekommen und wir hatten einen tollen Tag!
Heute zeige ich Euch ein paar Eindrücke vom Fest und dazu einige Tipps für Eure nächste Feier.

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In meinem Kopf hatte ich eine lauschige Sommernacht, eine lange Tafel mit Gästen zwischen den Obstbaumreihen und der Garten erfüllt von schöner Musik. Tja… pünktlich mit dem Eintreffen der Gäste fing es zu regnen an. Da sich das morgens schon abgezeichnet hatte, haben wir die lange Tafel dann nicht im Garten sondern in unserer Scheune aufgebaut und wisst Ihr was? Es war richtig kuschelig! Wir starteten mit einem Prosecco zur Begrüßung und schnell verteilten sich die Gäste (glücklicherweise hatten wir keinen Dauerregen, sondern nur Schauer), unsere Tiere begrüßten sie neugierig und begleitet wurden sie von grandioser Musik. Für uns spielten vier wunderbare Musiker (Klavier, Kontrabass, Saxophon und Schlagzeug) die mit Swinging Jazz und Boogie Woogie keinen Fuß stillstehen ließen und schnell für gute Stimmung sorgten. Wir hatten Kaffee und eine großes Küchenbuffet und am Abend wurde ein großer Grill angeschmissen. Heimgemacht war an diesem Tag Programm. Es gab ausschließlich Fleisch von unseren Galloways und vom eigenen Wild (Reh, Hirsch, Wildschein). Sämtliche Kuchen, Salate, Dips und Beilagen haben wir mit viel Hilfe von der Familie und lieben Freunden heimgemacht.  
In der Scheune hatten wir neben den Tischen und Stühlen gemütliche Sofas aus frisch gepressten Heuballen gebaut und alles duftete nach Heu. Nach dem Essen rückten wir ein paar Tische und zwischen den alten Balken klangen die Jazzklänge bis tief in die Nacht. Es war ein tolles Fest! 
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Das war der Hotel-Shuttle-Service 🙂
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Meine Tipps für ein Hof- oder Gartenfest:
Unsere Deko bestand im Großen und Ganzen aus Zinkgefäßen (alt und neu), Heuballen und alten Weckgläsern:
  • Zinkgießkannen, -Eimer und -Behältnisse mit und ohne Blumen zur Deko verteilen
  • Zinkwannen mit Wasser, Schwimmkerzen und Rosenblüten füllen
  • Alte Zinkwanne aufrecht hinstellen, Kerzen in unterschiedlichen Größen hineinstellen und etwas Grün  (z.B. Efeu) drum herum drapieren
  • Alte Milchkannen als Blumenvasen nutzen
  • Baustümpfe als Tischchen für Windlichter und Blumenvasen (beides Weck) verwenden
  • Weckgläser gibt es oft für kleines Geld auf Floh- und Trödelmärkten. Uns  dienten sie als Windlichter, Blumenvasen, Aufbewahrung für Besteck und auch als Saucen/Dip-Serviergefäß
  • Möglichst Blumen aus dem Garten bzw. der Jahreszeit und Region entsprechend. Ich hatte Pfingstrosen, Mutterkraut, Kamille, Frauenmantel und Bartnelken.
  • Hinweisschildchen (Hoffest, Getränke, WC,…) selbst machen. Einen Pfeil aus Holz ausschneiden, bemalen und beschriften, auf Gartenforken oder Spaten schrauben und einfach an Ort und Stelle in den Boden stecken
  • Papierlampignons in unterschiedlichen Größen in Bäume, Scheune, Garage (whatever) hängen. Unser Fest startete am Nachmittag, also zu einer Zeit, wo noch keine Beleuchtung notwendig war. Ich habe deshalb einfach unsere Weihnachtsbeleutung, die mit Fernbedienung zu aktivieren ist, hervorgeholt und jeweils eine Baumkerze in ein Lampignon gehängt und abends bequem per Fernbedienung angemacht.
  • Sofas aus Heuballen bauen und Stoffe darauf legen, damit die Gäste gemütlicher sitzen. Mit passenden Kissen erhält das ganze einen Lounge-Charakter.
  • Wimpelketten sind immer, immer, immer dekorativ und leicht genäht. Bei uns schmückten sie vor allem unseren Planwagen. Der Planwagen diente übrigens als Hotel-Shuttle-Service für die Gäste, die im drei Kilometer entfernten Gasthof untergebracht waren. Mein Vater hat sie dort mit dem Planwagen abgeholt und zum Fest gebracht.
  • Sorgt dafür, dass Euren Gästen nicht kalt wird. Ein Korb voller Wolldecken und ein Heizstrahler sind bei uns sehr dankbar angenommen worden
  • Ein großes Brett mit Tafellack bestreichen und dann mit Kreide beschriften = Große Speisekarte.
Von den nächsten beiden Punkten habe ich leider kein Foto (mit Eintreffen der Gäste habe ich die Kamera zur Seite gelegt)
  • Beschriftung der verschiedenen Kuchen, Salate, Dips etc. macht es des Gästen leichter. Ich hatte kreisrunde beschriftete Kärtchen auf Holzspieße geklebt und einfach z.B. in den Salat gesteckt.  
  • Candy-Bar mit verschiedenen Süßigkeiten in großen Gläsern (nicht nur für die Kinder!!!) 
Für das Buffet, sowohl Kuchen- als auch Salatbuffet, hatte ich eine alten Anhänger vorgesehen, der neben dem Grill auf dem Hof platziert war. Mit alten Holzkisten und Etageren hatte ich verschiedene Höhen geplant. In meinen Gedanken sah es toll aus: Die verschiedenen Kuchen auf dem alten Anhänger. Auch davon musste ich mich aufgrund des Regens verabschieden. Die Gäste wussten natürlich nicht, welches Bild ich im Kopf hatte. Sie haben stattdessen das Buffet von einfachen Tischen in der Scheune genossen, etwas enger und weniger dekorativ, aber keinesfalls weniger lecker 🙂   

 

Ein lieber Freund schrieb am nächsten Tag: „Wichtig ist, sich mit Freunden gemeinsame Zeit zu schenken.“ Wie recht er hat! In diesem Sinne haben wir alle den Tag genossen!
Liebe Grüße,
Silke
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Ein eindrucksvoller Tag

Diesmal, liebe Leute, geht’s um die Wurst! Genauer gesagt: Um unsere zurückliegende Hausschlachtung, bei der wir u.a. viiieeeele Würste herstellten und schöne Bratenstücke schnitten. Es gibt heute also nicht nur ein Rezept für einen schönen Braten, sondern Ihr werdet nachfolgend Bilder von Schlachtszenen sehen. Hier und hier hatte ich schon von unseren Galloways, der ersten Hausschlachtung und unseren Gedanken erzählt. Vielleicht mögt Ihr es noch einmal nachlesen. 
Warum berichte ich jetzt noch einmal darüber? Weil wir bei den letzten drei Hausschlachtungen Erfahrungen sammeln konnten, dazugelernt haben, optimieren konnten und es jetzt, beim vierten Mal, genau so war, wie wir uns das immer vorgestellt haben. Es war für uns ein eindrucksvolles, lehrreiches und besonderes Ereignis in unserem Dasein als Selbstversorger und davon möchte ich erzählen. 
Unser bisheriger Schlachter ist mit 76 Jahren in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen. Glücklicherweise haben wir aufgrund einer Empfehlung einen wunderbaren Nachfolger gefunden: Friedhelm, so heißt der „Neue“, hat den Metzgerberuf vor über zwanzig Jahren erlernt und übt ihn mit großer Leidenschaft, viel Herzblut und großem Erfahrungsschatz aus. An dem ließ er uns großzügig teilhaben und wir lernten viel von ihm. Zwischenmenschlich passte es vom ersten Moment, was nicht unerheblich ist, wenn man viele Stunden miteinander arbeitet und das an einer Sache, die einem selbst so wichtig ist. Eine glückliche Fügung, dass wir Friedhelm für unsere Hausschlachtungen gefunden haben.
Was war diesmal anders? Bisher war es so, dass unser Metzger zu uns auf den Hof kam, die Tiere auf der Weide tötete, mein Vater das getötete Tier am Frontlader in den Hof fuhr, wo es dann geschlachtet wurde. Am Ende des Tages wurde alles in das Auto des Metzgers verladen, damit das Fleisch bei ihm im Kühlhaus abhängen konnte. Er hat alles nach unseren Wünschen weiterverarbeitet und verpackt. Wir haben die fertig verpackten Sachen abgeholt und bei uns eingefroren. Das war komfortabel und gut!
Natürlich hat nicht jeder Metzger ein eigenes Kühlhaus. Uns war klar, dass wir unabhängig sein wollen. Wir haben daher im letzten Jahr in eine Kühlzelle investiert. Deshalb wurde diesmal am Ende Tages das Fleisch nicht ins Auto verladen, sondern bei uns in der Scheune ins neue Kühlhaus gebracht, wo es gute drei Wochen zur Reifung hängen durfte. Die Fleischreifung, also das kontrollierte Lagern von rohem Fleisch, ist ausgesprochen wichtig für die spätere Qualität des Fleisches.  Erst durch das Abhängen wird das Fleisch zart und aromatisch, hat eine größere Wasserbindungsfähigkeit, gart schneller und bleibt saftig. Das geschieht, weil der pH-Wert des Fleisches sinkt und freiwerdende Enzyme ein Auflösen der Muskelfaserstrukturen bewirken; das Fleisch wird dadurch zart. Dieser Vorgang braucht seine Zeit, vor allem beim Rindfleisch. Den ersten Bullen haben wir nach 21 Tagen zur Weiterverarbeitung aus der Kühlung geholt und den zweiten Bullen am 24 Tag nach der Schlachtung. Das war Pfingstsamstag.
Der Tag startete bewegend! Als ich mich morgens im Bad fertigmachte und auf die angrenzende Gallowayweide sah, fiel mir auf, dass sich eine Kuh irgendwie anders verhielt und dann platzte auch schon die Fruchtblase. Es dauerte noch etwa 15 Minuten und die Kuh gebar ihr Kalb. Bisher hatte ich noch nicht das Glück eine Geburt bei unseren Galloways beobachten zu können. Alles verlief ganz ruhig in der Herde: Die anderen Kühe waren in der Nähe, die kleinen Kälbchen beschnupperten neugierig den Neuankömmling und die Mutter leckte es ab. Ein wunderschönes und bewegendes Bild! Nach etwa einer Stunde stand es das erste Mal auf und mit dem Saufen klappte es schnell.
Der Metzger schlug morgens um 9.00 Uhr bei uns auf und legte zügig los mit dem Zerlegen des Fleisches. Mein Mann und ein guter Freund wurden zum Schneiden von Gulasch und für späteres Hackfleisch und Würste eingewiesen und eingeteilt. Friedhelm löste aus und schnitt Steaks, Bratenstücke, Rouladen, Suppenfleisch, etc. Nebenher erklärte er uns z.B. wo sich Roastbeef, Filet, Tafelspitz befinden und beantwortete jede Frage. Er ging auf unsere Wünsche ein und fragte mich (als spätere Köchin) wie dick ich beispielsweise die Steaks haben möchte, wie groß die Bratenstücke sein sollten oder wie viel aufgeschnittene Knochen ich für Fond benötige. Nachmittags kam der Fleischwolf zum Einsatz und Hackfleisch und die Masse für die groben Bratwürste wurden hergestellt. Im Teamwork wurden die Würste (478 Stück !!) befüllt und von Hand abgedreht.  Am Ende der Verarbeitung habe ich noch einmal jedes Stück in meinen Händen gehabt, alles in Beutel verpackt, die Größeneinheiten festgelegt und mit meinem Vater gemeinsam vakuumiert. Ca. 700 Tüten haben wir verpackt.
Das machte für uns den großen Unterschied zu den vorherigen Malen: Wir waren so nahe dran bis zum Schluss und haben viel Arbeit und Zeit in dieses Fleisch investiert. Die Tiere sind auf unserem Hof zur Welt gekommen, sie durften langsam heranwachsen und sind am Ende ruhig und stressfrei in ihrem normalem Umfeld getötet worden. Wir haben sie hier verarbeitet und sie haben unseren Hof nie verlassen. So ganz konträr zur Massentierhaltung, mit ganz viel Achtung vor dem Lebewesen und dem Leben und Sterben dieser Tiere. Es hatte etwas Ursprüngliches! Alle am Hof halfen mit: Mein Mann schnitt Fleisch, machte das Hackfleisch und half bei den Würsten, mein Vater half hier und dort und vor allem beim vakuumieren, meine Mutter passte auf unsere kleine Tochter auf, ich habe das Fleisch in Beutel abgepackt und sorgte für das leibliche Wohl und so arbeitete die Familie gemeinsam an der Versorgung für die nächsten Monate. Alles hier am Hof, ein natürlicher Prozess, nahe an der Natur und ohne Entfremdung vom Tier, wie es oft an den Fleischertheken zu sehen ist oder aus den Medien berichtet wird.  

Wir waren abends stehend k.o.; für uns war das eine ungewohnte Tätigkeit. Und während ich die letzten Pakete verpackte und die Wirtschaftsküche wieder saubermachte, hat mein Mann unsere kleine Tochter ins Bett gebracht und ich bin mir nicht sicher, wem schneller die Augen zufielen. Wir haben am späteren Abend auf diesen Tag ein Gläschen getrunken und waren sehr erfüllt von dieser Erfahrung mit der Gewissheit, eine hohe Qualität aus natürlichen und artgerechten Lebensbedingungen erzielt zu haben. Ein kostbares Nahrungsmittel. Das Leben als Nutztier ist die Bestimmung unserer Galloways und wir haben ihnen einen respektvollen Umgang bis zum Schluss gegeben.

Natürlich kann sich nicht jeder eine Rinderherde zuhause halten und Fleisch für den Eigenbedarf produzieren. Die Verantwortung für das eigene Konsumverhalten muss aber jeder übernehmen und vielleicht auch manchmal hinterfragen. Nahrungsmittel sind kostbar! Massentierhaltungssysteme mit tierquälerischer Haltung sollten wir nicht durch unserem Kauf unterstützen.

Liebe Grüße,
Silke

P.S.:
Das Rezept für den Rinderbraten habe ich für „Muddis kochen“ erstellt und Ihr findet es hier

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Quark-Himbeer-Torte

Ich melde mich nur kurz, dafür aber mit einem sehr leckeren Quark-Himbeer-Törtchen und dazu ein paar fluffig-leichte blühende Gartenbilder der letzten späten Tulpen, dem Flieder und blühendem Schnittlauch! Damit wir auch nicht vergessen, dass wir letzte Woche noch phantastisches Frühlingswetter hatten und es auch anders geht als dieser fiese Regen der letzten Tage.  
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Himbeeren haben zwar noch nicht Saison, Ihr könnt aber prima tiefgefrorene Himbeeren benutzen (ich hatte noch eine Packung in der Truhe, die verbraucht werden musste, bevor die neuen Himbeeren anklopfen). Mit Erdbeeren oder anderen Beeren schmeckt die Torte auch großartig. Ich habe sie in einer kleinen 18er Backform gebacken, für eine größere Springform (26er) nehmt Ihr einfach die doppelte Menge.  
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Quark-Himbeer-Torte

Zutaten: für eine 18er Springform  
·         150 g TK-Himbeeren + ein paar zur Deko auf der Torte, aufgetaut
·         125 g Mehl
·         100 g Zucker
·         1 Päckchen Vanillezucker
·         1 Ei
·         75 g Butter
·         150 ml Sahne
·         5 Blatt Gelantine
·         1 EL Zitronensaft
·         250 g Quark
·         abger. Schale von einer halben Zitronen 
Zubereitung: 
1.     Mehl mit 50 g Zucker, 1/2 Päckchen Vanillezucker, Ei und Butter zu einem Teig verkneten. Wenn der Teig zu sehr klebt, kurz in den Kühlschrank stellen. Springform fetten und Teig auf den Boden drücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Umluft ca. 20 Minuten backen.
2.    Gelatine einweichen. 50 g Zucker zusammen mit dem verbliebenen halben Päckchen Vanillezucker und 1 EL Zitronensaft mit dem Himbeeren pürieren. Quark mit Zitronenschale und dem Himbeerpüree verrühren.
3.    150 ml steif schlagen. Gelatine ausdrücken, erwärmen und auflösen und mit 2 EL Himbeercreme verrühren und dann unter die restliche Creme rühren. Sahne unterheben und dann auf dem Boden geben und kaltstellen bis die Masse schön fest wird.
4.     Mit restlichen HImbeeren dekorieren. 
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Liebe Grüße,
Silke

heimgemacht ist Lieblingsblog von „Mein schönes Land“

Mein Blog hat am Wochenende die erste offizielle Auszeichnung bekommen! heimgemacht darf sich fortan Lieblingsblogdes Magazins Mein schönes Land (Burda Senator Verlag) nennen und was soll ich sagen… ich freue mich einfach sehr!
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Vor allem auch über die schmeichelnden Worte der Redaktion:   
„Schon beim ersten Blick haben wir uns in die wahnsinnig tollen Aufnahmen und die liebevoll aufeinander abgestimmten Fotocollagen verliebt. Hinzu kamen dann noch herrliche Rezepte, anregende Ideen und eine angenehme Schreibe und unser neuer Lieblingsblog war auserkoren.“ Vielen lieben Dank!!!
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Der Redaktionsblog, der getreu dem Motto „Gutes Bewahren. Schönes Entdecken“ Geschichten rund ums Landleben schreibt,  hat mir auch einige Fragen zu unserem Landleben gestellt. Wenn Ihr meine Antworten lesen wollt,  findet Ihr diese zusammen mit einigen heimgemachten Lieblingsfotos auf Mein schönes Land bloggt
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Für mich war das ein guter Start in die Woche und ich werde dann heute Abend mal mit einem feinen Schluck darauf anstoßen.
Euch wünsche ich auch einen guten Start in die neue Woche!
Liebe Grüße
Silke 
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Bärlauch Saison: Diesmal mit Bärlauchbrot

Den Auftakt in die neue Gartenernte macht bei uns jedes Jahr die Bärlauch Saison. Letztes Jahr gab’s hier ein Rezept für Bärlauch-Brioche, heute habe ich ein leckeres Bärlauchbrot für Euch.
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Bärlauch ernten bedeutet: Der Frühling ist da! Der Garten explodiert gerade und bei den Tieren am Hof machen sich Frühlingsgefühle breit. Letztes Jahr hatten wir zur Bärlauch Saison zeitgleich die ersten Gänseküken, in diesem Jahr sind es Entenküken und bei den Galloways gibt’s seit Freitag das zweite Kälbchen des Jahres. Das ist eine tolle Zeit: das erste Grün, das junge Vieh am Hof und mit den ersten Sonnenstrahlen der erste Tee auf der Terrasse! Ich freue mich auf das neue Gartenjahr!   
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Bärlauch-Brot

Zutaten:

 

·         500 g Mehl (250 g Dinkel- und 250 g Weizenmehl
·         1/2 Würfel Hefe
·         ca. 350 ml lauwarme Milch
·         1 TL Zucker
·         ca. 175 ml Olivenöl
·         1-2 TL Salz
·         3 Handvoll Bärlauch

 

Zubereitung:  

 

1.    Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen.
2.    Dort hinein die Hefe bröseln und mit 100 ml Milch und Zucker vom Rand verrühren und 30 Minuten gehen lassen
3.    250 ml Milch mit 2 EL Öl und Salz dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Nochmal 30 Minuten gehen lassen
4.    In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen, fein hacken und mit dem Öl verrühren
5.    Den Teig nochmals durchkneten und 1 cm dünn ausrollen
6.    Mit dem Bärlauchöl bestreichen und lange Streifen in der Breite der Kastenform schneiden.
7.    Die Streifen „falten“ und in eine Kastenform  stellen (am besten vorher mit Backpapier auslegen)
8.    Abgedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen und den Ofen auf 180 Grad vorheizen
9.    Brot ca. 50 Minuten backen und evtl. mit Backpapier abdecken, wenn das Brot zu dunkel wird
10. Aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und aus der Form stürzen

Hier gibt’s mein Rezept für das Bärlauchbrot als PDF für Dich zum Ausdrucken. Das Rezept habe ich so ähnlich in dem Magazin „Mein schönes Land“ gefunden. Dort gibt’s noch mehr tolle Rezepte zur Bärlauch Saison. 
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Ich wünsche Euch ein schönes Frühlingswochenende!
Liebe Grüße,
Silke

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Unser Küchengarten

Heute nehme ich Euch mal wieder mit in unseren Garten.
Diesmal in unseren Küchengarten!

 

 

 

  Das letzte Jahr endete mit großen Baumaßnahmen an unserem Grundstück, denn wir haben u.a. die Fußwege und den Parkplatz pflastern lassen. Ein Bagger und  der Gärtner unseres Vertrauens klick waren also eh bei uns und so haben wir die Chance genutzt und auch unseren Küchengarten neu angelegt! Ein Vorhaben, dass schon länger in unseren Köpfen schwirrte und in dem Zuge wunderbar verwirklicht wurde. Bisher hatte ich nur einen kleinen Streifen zum Gemüseanbau auf dem Feld meines Vaters.
 Ich wollte immer gern einen Küchengarten, der Nützlichkeit und Schönheit verbindet. Ich wollte einen Platz für Gemüse und Beerensträucher, aber auch für schöne Sommerblumen. Mir schwebte dabei immer ein klosterähnlicher Küchengarten mit eingefassten Buchsbaumhecken vor. Als ich mich aber näher mit der Planung befasste, kam ich zu dem Schluß, dass mit Holzverschalung eingefasste Beete besser für mich wären, weil sie einfach eine pflegeleichtere Alternative sind. Ich muß keine zusätzlichen Buchsbaumhecken schneiden, habe die einzelnen Beete gut im Griff und außerdem eine leicht erhöhte Arbeitshaltung. Richtige Hochbeete finde ich zwar auch super, ich hätte sie allerdings in dem geplanten Bereich zu massiv und dominant empfunden. Außerdem hätten sie bei meiner Größe wirklich hoch sein müssen, denn im halb gebückten Zustand zu arbeiten ist ja auch tödlich für den Rücken; dann lieber in die Knie gehen.
Über Weideneinfassungen haben wir auch nachgedacht, weil sie so schön sind, aufgrund der Haltbarkeit haben wir uns aber für Holzeinfassungen  entschieden und dafür Eichenbohlen gewählt. Sie haben eine Höhe von 35 cm, wovon ca. 5 cm im Boden eingelassen sind.
 Für die Wege hatten wir eigentlich mit Betonborden eingefasste wassergebundene Wege geplant, wie Ihr der Zeichnung (die mein lieber Mann gefertigt hat 🙂 entnehmen könnt.
 Es sind allerdings Pflastersteine von den anderen Wegen übriggeblieben, so dass wir diese verbliebenden Pflastersteine wunderbar für die Wege im Gemüsegarten nehmen konnten.
 
Der Küchengarten hat insgesamt eine Größe von knapp 60 qm. Es sind insgesamt sechs rechteckige, mit Holz eingefasste Beete (s. Zeichnung).  Richtung Norden und Osten bildet ein Beetstreifen den Abschluß. Die Wege sind 70cm breit, so dass ich problemlos mit einer Schubkarre hindurch laufen kann.
Mittig haben wir eine alte Pumpe platziert. Ich hatte sie von meinem Schwager geschenkt bekommen, der keine Verwendung dafür hatte. Bei uns stand sie dann auch einige Jahre in der Scheune und wartete auf ihren Einsatz. Jetzt hat sie den perfekten Platz und bildet einen Blickpunkt in der Mitte des Küchengartens. Ein Klempner hat sie für uns so umfunktioniert, dass ich nicht mehr pumpen muss, sondern einfach nur einmal ziehen muss um frisches Leitungswasser zu erhalten 🙂 
Richtung Westen und Süden haben wir den Garten mit einem Staketenzaun versehen, um den Bereich z.B. vor erdbeerklauenden Hunden zu schützen:-)
Wir haben einen besonders sonnigen Bereich unseres Gartens gewählt. Leider ist der Platz auch sehr dem Wind ausgesetzt. Hier in der Küstenregion kann das schon zum Problem werden und evtl. müssen wir da noch mal was unternehmen z.B. in Form einer Hecke in Richtung Osten.
Richtung Norden grenzt der Garten an einer Reihe von Linden. Bisher sind sie noch nicht so groß, dass ihr Schattenwurf ein Problem sein könnte.
Der Küchengarten liegt an der Gartengrenze, ist aber trotzdem gut einsehbar und wird an zwei Seiten umschlossen von Weiden, auf denen unsere Pferde, Esel und Galloways laufen.
Das gefällt mir sehr!     
 So hatte ich dann im Dezember meinen neuen Gemüsegarten und somit noch Zeit bis zum Frühjahr, um mir über die Bepflanzung Gedanken zu machen.
In den Beetstreifen sind all die Beerensträucher eingezogen, die wir schon hier und da im Garten hatten und deren Größe noch einen Umzug zuließen. Dazwischen habe ich Rhabarber und einige Sommerblummen wie Löwenmäulchen, Schmuckkörbchen, Bartnelken und Malven gepflanzt bzw. ausgesät. Am Zaun habe ich einige Duftwicken und Kapuzinerkresse ausgesät, die jetzt hochranken.
 
Die holzgefassten Beete habe ich so beplant, dass ich prima eine Fruchtfolge von Schwach-, MIttel- und Starkzehrern einhalten kann.  Außerdem habe ich ein Beet komplett mit Erdbeeren bepflanzt und in einem anderen Beet hat mein Mann aus schmalen Latten ein Gerüst für Stangenbohnen gebaut. Leider nicht ganz stabil genug, wir mussten es zusätzlch mit einem Seil an der Pumpe sichern.  
Ich würde mich als Neuling in Sachen Gemüseanbau bezeichnen und will hier jetzt auch gar nicht im Einzelnen darauf eingehen, wie ich was bepflanzt habe. Ich habe immer noch viel zu lernen über grundsätzliche Anbautechniken wie z.B. Pflanz- und Aussaatzeiten oder Mengen und Pflanzabstände und welche Pflanzen sich miteinander wohlfühlen. Ich lese viel, frage erfahrene Gärtner wie z.B. meine Mutter und probiere einfach aus.
Und wenn nicht alles gelingt… was soll’s!
Ich habe schon sehr viel ernten können in diesem Jahr und da kommt auch noch einiges. Aber der Blumenkohl z.B. hat es nicht auf unseren Küchentisch geschafft und den Wirsing musste ich so auseinanderschlachten, dass von drei großen Köpfen gerade mal eine kleine Mahlzeit blieb.
Das finde ich aber gar nicht so schlimm, das gehört eben auch zum Gärtnern.
 
Eine Gartenbekannte sagte zu mir:
„So ein selbst angebautes Gemüse hat so seine ganz eigene Kraft“. 
Ganz so esoterisch würde ich es jetzt nicht ausdrücken, aber es macht schon enorm zufrieden und stolz.   
Und gerade morgens…
mit einer Tasse Kaffee durch den Garten zu schlendern und zu überlegen, was man am Abend essen wird:
Ganz großes Gärtnerglück! 
Liebe Grüße
Silke
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Blaubeer-Brownie und das Ewige Meer

Erst war es hier so ruhig auf dem Blog die letzten Wochen und dann kommen gleich zwei Posts so kurz nacheinander?!
Ich sag‘ nur: Es ist Sommer!
Und der hat so seinen eigenen Rhythmus und dabei allerlei auf Lager. 
Und so rasten die Wochen vorüber und hier war es still…!  
 Letztes Wochenende habe ich mal wieder meine Kamera geschnappt und habe einen traumhaft schönen Abendspaziergang im Naturschutzgebiet „Ewiges Meer“ gemacht. Das „Ewige Meer“ ist der größte Hochmoorsee Deutschlands und hat seine ganz eigene Stimmung, die dabei auch einfach äußert fotogen ist! Auf einem Bohlengang kann man einen kleinen Rundweg machen.
Sehr schön!
Vor allem in den Abendstunden, wenn kaum Menschen da sind. Wie ein Kurzurlaub!
Also… solltet Ihr einen Aufenthalt in Ostfriesland planen, stattet dem Ewigen Meer unbedingt einen Besuch ab. 

 

 

 Gebacken wurde hier in letzter Zeit auch so allerlei, vor allem mit Früchten aus dem eigenen Garten. Heute möchte ich ein Blaubeer-Rezept mit Euch teilen.
Die Blaubeeren am eigenen Busch reichten allerdings nicht mehr so ganz und so habe ich kurzerhand noch ein paar schwarze Johannisbeeren untergemogelt.  Schmeckt auch prima, auch wenn sie leider nicht so formschön bleiben wie  Blaubeeren! 
Das Rezept stammt von Tim Mälzer und ist absolut empfehlenswert:
Sehr schokoladig und saftig.

 

 

Käsekuchen-Blaubeer-Brownie 
Brownie-Teig
100 g weiche Butter
200 g Zucker
1 Prise Salz
3 Eier
60 g Mehl
10 EL Kakaopulver
50 g gehackte Pecannüsse
50 g gemahlene Haselnüsse
Backofen auf 175 Grad vorheizen
Butter, Zucker und Salz schaumig schlagen. Die Eier nacheinander hinzufügen. Mehl und Kakao vermischen und dann alles miteinander kräftig verrühren.
Drei Esslöffel der Masse abnehmen und beiseite stellen.
Die Nüsse unter den restlichen Teig mischen.
Kleines Backblech oder noch besser eine Brownieform mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verteilen. 
Creme:
375 g Quark
1 Ei
100 g Zucker
1 EL Speisestärke
300 g Blaubeeren
Quark, Ei, Zucker und Speisestärke glatt verrühren. Blaubeeren unterheben und die Creme auf den Teig geben und verstreichen.
Rest der Browniemasse in Klecksen darauf verteilen und mit einem Schaschlikstäbchen Marmormuster ziehen.
Ca. 35 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. 

 

 

Ich wünsche Euch einen schönen Start in ein sommersonniges Wochenende!
Genießt es, denn der Frühherbst klopft schon ganz zaghaft an!
Silke