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Pflaumenmus Muffins

Heute gibt’s ein feines Rezept für Pflaumenmus-Muffins. Die Zeit der frischen Zwetschgen und Pflaumen aus dem eigenen Garten ist vorbei, kommt also die Zeit der weiter verarbeiteten Früchte.
Früher habe ich während der Saison hier und da maximal 1 kg Pflaumen für einen Kuchen gekauft. Gern auch nur die halbe Menge, weil ein kleiner Pflaumenkuchen für uns ausreichte. Als angehende Selbstversorger haben wir es da jetzt mit ganz anderen Dimensionen zu tun. Mein Mann hat ein Faible für Obstbäume und über die Jahre eine stattliche Obstbaumwiese mit insgesamt 20 Obstbäumen gepflanzt. Erst trugen die Bäume nur zaghaft, jetzt ernten wir allerdings eimerweise Obst. So viel Kuchen können wir gar nicht innerhalb kürzester Zeit essen! Also erst mal entsteinen, halbieren und einfrieren oder viel, viel Pflaumenmus kochen! Doch was tun mit all dem Pflaumenmus? Diese Pflaumenmus Muffins können es optisch vielleicht nicht mit dem norddeutschen Klassiker Friesentorte mit Pflaumenmus aufnehmen, sind dafür aber schneller zubereitet, nicht ganz so mächtig und trotzdem superlecker.
Der Herbst zeigt sich gerade von seiner Schokoladenseite. Mit sagenhaften Sonnenaufgängen und tollen Farben im Garten lenkt er ganz charmant von den kühleren Temperaturen und den kürzer werdenden Tagen ab.
Pflaumenmus Muffins
Zutaten:
  • 130 g Zucker
  • 1Ei
  • 250 g Mehl
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 300 g Naturjoghurt
  • ca. 200 g Pflaumenmus
  • Evtl Puderzucker  
Zubereitung:
  • Ofen auf 180 Grad vorheizen. Muffinform einfetten oder Papierförmchen verwenden.
  • Zucker und Ei schaumig schlagen.
  • Alle Zutaten bis auf den Pflaumenmus dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren.
  • Je einen Esslöffel pro Mulde in die Form geben.  Darauf einen Teelöffel Pflaumenmus geben und mit dem restlichen Teig bedecken.
  • Ca. 25 Minuten backen.
  • Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben
Living & Green have fun & be creativeAbschließend habe ich noch einen besonderen Tipp für Euch! Viele haben das Erscheinen des neuen Onlinemagazins Living & Green in der letzten Woche sicher mitbekommen. Kennt Ihr es noch nicht? Dann müsst Ihr unbedingt dort vorbeischauen.  Elisabeth von Tante Malis Gartenblog und ihr kleines Team haben ein großartiges, inspirierendes Magazin erstellt . Der Titel Living & Green ist Programm. Die Themen umfassen Wohnen, Garten, Kulinarik, Kreativität, Natur und Genuss. Oder wie Elisabeth selbst so schön sagt:  „Ein Magazin für die schönen Seiten des Lebens, mit Reportagen und Berichten aus jenen Ecken der Welt, in der eine langsamere Gangart herrscht. Frei nach dem Motto: „My home is my castle, my garden is my paradise.“ Und selbstverständlich gibt es nicht nur „Anleitungen zum Glücklichsein“ sondern auch jede Menge DIYs.“
Ich bin begeistert! Und stolz bin ich, dass ich selbst mit einem kleinen Beitrag dabei sein durfte. Vielen Dank dafür, liebe Elisabeth!
Liebe Grüße,
Silke 
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Herbstkranz + Gemüseeintopf mediterran

Schöner Herbst für Dein Zuhause?! Das ist ganz einfach:  Ich zeige Dir einen Herbstkranz zum selber machen und dann gibt’s hinterher noch einen leckeren Gemüseeintopf.  
Für den Herbstkranz  benötigt Ihr nur Naturmaterialien, die es ja gerade sehr reichlich überall zu finden gibt. Ich habe vor allem Hagebutten von Wildrosen und Früchte der Eberesche verwendet. Ihr könnt aber auch gern noch Blüten einarbeiten z.B. von Hortensien oder Fetthenne. Kleine Äpfel oder Birnen  oder verfärbte Laubblätter sind auch toll! Es gibt keine Grenzen, probiert es einfach aus.
Herbstkranz
Material:
– verschiedene Hagebutten, Fruchtstände von Bäumen und Sträuchern
– evtl.  Zieräpfel, Brombeeren oder andere Früchte und Laubblätter
– Kranzunterlage z.B. ein Metallring, Kranz aus Zweigen (habe ich genutzt) oder fertig gekaufter Naturkranz
-Dünnes Metalldraht zum Binden
Verarbeitung:
Hagebutten und Fruchtstände einfach im Wechsel auf den Zweigring binden. Mein Tipp: Fasst die Hagebutten zu kleinen Sträußchen zusammen und bindet sie dann auf den Zweigring.
Im Herbst steht uns langsam wieder der Sinn nach deftigerem Essen wie leckeren Eintöpfen oder kräftigen Suppen. Dieser Gemüseeintopf ist mediterran angehaucht und erinnert an ein Ratatouille. Er ist genau richtig nach einem kühlen Tag und wärmt wunderbar von innen.  Der Gemüseeintopf ist vegetarisch und wird durch Schafskäse aufgepeppt
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Gemüseeintopf mediterran
Zutaten:
– halbes Bund glatte Petersilie
– halbes Bund Basilikum
– 2 Knoblauchzehen
– 100 ml Olivenöl
– 3 TL getrocknete Kräuter der Provence
– 1 TL getrockneter Oregano, Salz und Pfeffer
– 1 rote oder gelbe Paprika    
– 1-2 Zucchini
– 1 kleine Aubergine
– 2 Zwiebeln
– 1 EL Butter
– 1 Packung passierte Tomaten (ca. 425 g)
– 150 ml trockener Rotwein
– 1 TL Gemüsebrühe
– 1 TL Honig
– 10 Kirschtomaten
– 15 entsteinte schwarze Oliven
– 100 g fester Feta (Schafskäse)
Zubereitung:
1.  Ofen auf 200 Grad vorheizen. Petersilie und Basilikum waschen, trocken schütten, Blättchen abzupfen und mit dem  geschälten Knoblauch fein hacken. 100 ml Olivenöl mit je 1,5 TL Salz und Pfeffer und je einem TL Kräuter der Provence und Oregano verquirlen.
2. Paprika, Zucchini und Aubergine waschen, putzen und klein schneiden. Mit dem Kräuteröl mischen und auf einem Backblech im heißen Ofen ca. 10 Minuten backen.
3. Zwiebeln schälen und fein hacken. In 1 EL Olivenöl und 1 EL Butter mit 2 TL Kräutern der Provence glasig braten. Passierte Tomaten, Rotwein, Brühe, 1 TL Salz und Honig dazugeben. Aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen.
4. Tomaten halbieren und gemeinsam mit dem gebackenen Gemüse und den Oliven in den Topf geben. Schafskäse klein würfeln oder zerbröseln und drüber streuen. Ca. 5 Minuten ziehen lassen.
Schmeckt pur oder mit frischem Baguette oder krossem Brot!
Liebe Grüße,
Eure Silke
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Unser Küchengarten

Heute nehme ich Euch mal wieder mit in unseren Garten.
Diesmal in unseren Küchengarten!

 

 

 

  Das letzte Jahr endete mit großen Baumaßnahmen an unserem Grundstück, denn wir haben u.a. die Fußwege und den Parkplatz pflastern lassen. Ein Bagger und  der Gärtner unseres Vertrauens klick waren also eh bei uns und so haben wir die Chance genutzt und auch unseren Küchengarten neu angelegt! Ein Vorhaben, dass schon länger in unseren Köpfen schwirrte und in dem Zuge wunderbar verwirklicht wurde. Bisher hatte ich nur einen kleinen Streifen zum Gemüseanbau auf dem Feld meines Vaters.
 Ich wollte immer gern einen Küchengarten, der Nützlichkeit und Schönheit verbindet. Ich wollte einen Platz für Gemüse und Beerensträucher, aber auch für schöne Sommerblumen. Mir schwebte dabei immer ein klosterähnlicher Küchengarten mit eingefassten Buchsbaumhecken vor. Als ich mich aber näher mit der Planung befasste, kam ich zu dem Schluß, dass mit Holzverschalung eingefasste Beete besser für mich wären, weil sie einfach eine pflegeleichtere Alternative sind. Ich muß keine zusätzlichen Buchsbaumhecken schneiden, habe die einzelnen Beete gut im Griff und außerdem eine leicht erhöhte Arbeitshaltung. Richtige Hochbeete finde ich zwar auch super, ich hätte sie allerdings in dem geplanten Bereich zu massiv und dominant empfunden. Außerdem hätten sie bei meiner Größe wirklich hoch sein müssen, denn im halb gebückten Zustand zu arbeiten ist ja auch tödlich für den Rücken; dann lieber in die Knie gehen.
Über Weideneinfassungen haben wir auch nachgedacht, weil sie so schön sind, aufgrund der Haltbarkeit haben wir uns aber für Holzeinfassungen  entschieden und dafür Eichenbohlen gewählt. Sie haben eine Höhe von 35 cm, wovon ca. 5 cm im Boden eingelassen sind.
 Für die Wege hatten wir eigentlich mit Betonborden eingefasste wassergebundene Wege geplant, wie Ihr der Zeichnung (die mein lieber Mann gefertigt hat 🙂 entnehmen könnt.
 Es sind allerdings Pflastersteine von den anderen Wegen übriggeblieben, so dass wir diese verbliebenden Pflastersteine wunderbar für die Wege im Gemüsegarten nehmen konnten.
 
Der Küchengarten hat insgesamt eine Größe von knapp 60 qm. Es sind insgesamt sechs rechteckige, mit Holz eingefasste Beete (s. Zeichnung).  Richtung Norden und Osten bildet ein Beetstreifen den Abschluß. Die Wege sind 70cm breit, so dass ich problemlos mit einer Schubkarre hindurch laufen kann.
Mittig haben wir eine alte Pumpe platziert. Ich hatte sie von meinem Schwager geschenkt bekommen, der keine Verwendung dafür hatte. Bei uns stand sie dann auch einige Jahre in der Scheune und wartete auf ihren Einsatz. Jetzt hat sie den perfekten Platz und bildet einen Blickpunkt in der Mitte des Küchengartens. Ein Klempner hat sie für uns so umfunktioniert, dass ich nicht mehr pumpen muss, sondern einfach nur einmal ziehen muss um frisches Leitungswasser zu erhalten 🙂 
Richtung Westen und Süden haben wir den Garten mit einem Staketenzaun versehen, um den Bereich z.B. vor erdbeerklauenden Hunden zu schützen:-)
Wir haben einen besonders sonnigen Bereich unseres Gartens gewählt. Leider ist der Platz auch sehr dem Wind ausgesetzt. Hier in der Küstenregion kann das schon zum Problem werden und evtl. müssen wir da noch mal was unternehmen z.B. in Form einer Hecke in Richtung Osten.
Richtung Norden grenzt der Garten an einer Reihe von Linden. Bisher sind sie noch nicht so groß, dass ihr Schattenwurf ein Problem sein könnte.
Der Küchengarten liegt an der Gartengrenze, ist aber trotzdem gut einsehbar und wird an zwei Seiten umschlossen von Weiden, auf denen unsere Pferde, Esel und Galloways laufen.
Das gefällt mir sehr!     
 So hatte ich dann im Dezember meinen neuen Gemüsegarten und somit noch Zeit bis zum Frühjahr, um mir über die Bepflanzung Gedanken zu machen.
In den Beetstreifen sind all die Beerensträucher eingezogen, die wir schon hier und da im Garten hatten und deren Größe noch einen Umzug zuließen. Dazwischen habe ich Rhabarber und einige Sommerblummen wie Löwenmäulchen, Schmuckkörbchen, Bartnelken und Malven gepflanzt bzw. ausgesät. Am Zaun habe ich einige Duftwicken und Kapuzinerkresse ausgesät, die jetzt hochranken.
 
Die holzgefassten Beete habe ich so beplant, dass ich prima eine Fruchtfolge von Schwach-, MIttel- und Starkzehrern einhalten kann.  Außerdem habe ich ein Beet komplett mit Erdbeeren bepflanzt und in einem anderen Beet hat mein Mann aus schmalen Latten ein Gerüst für Stangenbohnen gebaut. Leider nicht ganz stabil genug, wir mussten es zusätzlch mit einem Seil an der Pumpe sichern.  
Ich würde mich als Neuling in Sachen Gemüseanbau bezeichnen und will hier jetzt auch gar nicht im Einzelnen darauf eingehen, wie ich was bepflanzt habe. Ich habe immer noch viel zu lernen über grundsätzliche Anbautechniken wie z.B. Pflanz- und Aussaatzeiten oder Mengen und Pflanzabstände und welche Pflanzen sich miteinander wohlfühlen. Ich lese viel, frage erfahrene Gärtner wie z.B. meine Mutter und probiere einfach aus.
Und wenn nicht alles gelingt… was soll’s!
Ich habe schon sehr viel ernten können in diesem Jahr und da kommt auch noch einiges. Aber der Blumenkohl z.B. hat es nicht auf unseren Küchentisch geschafft und den Wirsing musste ich so auseinanderschlachten, dass von drei großen Köpfen gerade mal eine kleine Mahlzeit blieb.
Das finde ich aber gar nicht so schlimm, das gehört eben auch zum Gärtnern.
 
Eine Gartenbekannte sagte zu mir:
„So ein selbst angebautes Gemüse hat so seine ganz eigene Kraft“. 
Ganz so esoterisch würde ich es jetzt nicht ausdrücken, aber es macht schon enorm zufrieden und stolz.   
Und gerade morgens…
mit einer Tasse Kaffee durch den Garten zu schlendern und zu überlegen, was man am Abend essen wird:
Ganz großes Gärtnerglück! 
Liebe Grüße
Silke
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Holunderblüten

Bei uns sind die Holunderblüten in diesem Jahr recht spät dran, dafür aber äußert üppig. 
Ich habe aber die Befürchtung, dass sie auch flott wieder weg sind, bei den derzeitigen Temperaturen… also schnell noch welche ernten!!  
Einige Flaschen mit Holunderblütensirup sind bereits abgefüllt und warten auf ihren Einsatz. Wie ich den Sirup ansetze, hatte ich im letzten Jahr (click) gezeigt. Dort gibt’s außerdem ein schönes Rezept für eine Joghurttorte mit Holunderblüten. 
In diesem Jahr finden die Holunderblüten aber nicht nur in der Küche ihre Anwendung…

 

Gemeinsam mit ein paar kleinen grünen Äpfeln und duftenden Rosenblüten der Uetersener Klosterrose ergeben sie ein duftenden Blumenstrauß.  

 

Viele Holunderblütenkuchenrezepte haben Sirup als Basis für den Holundergeschmack. Ich habe hier allerdings noch einen ganz einfachen Blechkuchen, der mit frischen Holunderblüten zubereitet wird und dadurch seine leichte Holundernote erhält.

 

 

Ihr benötigt:
8 Holunderblütendolden
100 ml Milch
1 Packet weiche Butter (250 g)
250 g Zucker
1/2 TL Zitronenschale
4 Eier
350 g Mehl
50 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
Puderzucker zum Bestreuen
Milch aufkochen und 2 Blütendolden hineingeben und abgedeckt ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
Butter schaumig rühren und Zucker mit Zitronenschale untermengen. Eier dazugeben. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und zusammen mit der Milch unterrühren. Von den restlichen Dolden die kleinen Blüten abpflücken und einrühren.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig darauf verstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 20-25 Minuten backen.
Mit Puderzucker bestäuben.
 

 

 

 Wer noch mehr Holunderblütengeschmack möchte, kann auch einen Zuckerguss aus Puderzucker und einigen Esslöffeln Holunderblütensirup auf den Kuchen geben.
Schmeckt auch ganz prima!
 Liebe Grüße 
Silke   
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Kräutergarten-Pflanzpläne

Ich bin schon einige Male nach den Pflanzplänen für unseren Kräutergarten gefragt worden und zuletzt gerade dann, als ich im Urlaub war und die Pläne natürlich nicht dabei hatte…
Das gab den Anstoß, sie hier zu zeigen.
Vielleicht sind die Pflanzlisten ja auch für einige andere interessant!
Wie es zu diesem Kräutergarten kam und welche Überlegungen dort mit eingeflossen sind, könnt Ihr gern noch einmal hier nachlesen.
Die Grundlage war erst einmal eine Wunschliste der Kräuter, die ich auf jeden Fall haben wollte.
Dann habe ich die Ansprüche der Kräuter möglichst passend gruppiert und vier Kräutergruppen zugeordnet.
1. Mediterrane Kräuter
2. Duft- und Heilkräuter
3. Küchengewürze
4. Heimische Wildkräuter
Unser Kräutergarten umfasst vier Rechtecke (jedes Rechteck für eine Gruppe) mit jeweils einer Größe von ca. 1,30 m x 1.20 m.
Ich habe mir eine Auflistung der Pflanzen erstellt, die ich für die Erstbepflanzung besorgen wollte und die ich im ersten Jahr eigentlich immer dabei hatte.
  

 

Meine Pflanzliste:
Mediterrane Kräuter:
  • Lavendel (Lavandula)
  • Salbei (Salvia)
  • Rosmarin (Rosmarinus)
  • Oregano (Origanum vulgare)
  • Majoran (Origanum magorana)
  • Blumendost (Blüten-Oregano, Origanum Laevigatum)
  • Bohnenkraut (Satureja hortensis)
  • Thymian (Thymus vulgaris)
  • Damaszener-Rose (z.B. Rose de Resht, Marie Louise, Jacques Cartier)
Duft- und Heilkräuter
  • roter Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  • Duftnessel (Agastache)
  • Indianernessel (Monarda)
  • Johanniskraut (Hypericum)
  • Ysop, auch Eisen- oder Bienenkraut (Hyssopus)
  • Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
  • Zistrosen (Cistus)
  • Eberraute (Artemisia abrotanum)
Heimische Wildkräuter
  • Malve (Malva)
  • Schafgarbe (Achillea)
  • Blutwurz (Potentilla erecta)
  • Engelwurz (Angelica archangelica)
  • Wermut (Artemisia absinthium)
  • Königskerze (Verbascum)
  • Beinwell (Symphytum officinale)
  • Baldrian (Valeriana)
  • Frauenmantel (Alchemilla)
Küchengewürze
  • Fenchel (Foeniculum)
  • Liebstöckel (Levisticum)
  • Minze (Mentha spicata)
  • Estragon (Artemis dracunculus) 
  • Kümmel (Carum)
  • Korinander (Coriandrum sativum)
  • Borretsch (Borago)
  • Sauerampfer (Rumex acetosa)
  • Currykraut (Helichrysum italicum)
  • Ringelblume (Calendula)
  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
  • Petersilie glatt / kraus (Petroselinum crispum)
  • Kerbel (Anthriscus cerefolium)
  • Dill (Anethum)
Ein paar Kräuter verschwinden und ich pflanze sie dann nach bzw. säe sie aus; andere hingegen machen sich ziemlich breit und man muß aufpassen, dass sie nicht ein ganzes Rechteck für sich allein beanspruchen (Minze!!!).
Ich muß auch gestehen, daß ich doch irgendwie beim Kochen immer wieder leicht auf die gleichen Kräuter zurückgreife und nicht alle Kräuter Verwendung finden.
Das will ich ändern!
Und auch gerade die Heilkräuter dürften ruhig ein wenig mehr zum Einsatz kommen. Bisher erfreuen sie vor allem mit ihren schönen Blüten und ihrem Duft und dienen im Sommer als Anziehungspunkt für viele Schmetterlinge und Bienen.
 In möchte in diesem Jahr z.B. Ringelblumen-Salbe, Kräuterbademilch, Lavendel-Gesichtswasser,… herstellen. 
Habt Ihr noch gute Verwendungsideen für Kräuter?
Dann immer her damit!
Liebe Grüße,
Silke 
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Käsekuchen mit Rhabarber

Die erste Ernte aus unserem Obst- und Gemüsegarten ist zu verzeichnen und läßt die Vorfreude mächtig steigen auf das, was da noch alles kommt!  

Denn… es geht gut los: 
Der erste eigene Rhabarber! 

Rhabarber an sich ist ja immer recht sauer, geht er aber eine Liaison mit einer Buttermilch-Quarkmischung ein, entsteht ein grandios leckerer Käsekuchen mit einer feinen Frische.

Magerquark, Buttermilch und Rhabarber klingt dann ja auch ganz figurfreundlich!
(den Zuckeranteil lassen wir dabei einfach mal unerwähnt…)

 Ich habe den Kuchen bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr gebacken und wurde um das Rezept gebeten. 

 

Käsekuchen mit Rhabarber

 

Zutaten für eine 26er Springform

Für den Boden
200 g Vollkornbutterkekse
100 g Butter

Kekse zerbröseln und mit zerlassener Butter verkneten. Springform fetten und die Bröselmischung auf dem Boden verteilen, andrücken und dabei einen 2cm hohen Rand formen.  20 Min. kalt stellen.

 

Ca. 400 – 500 g Rhabarber putzen und in 1 cm große Stücke schneiden.

 

Ofen auf 170 Grad vorheizen.

150 g weiche Butter
150 g Zucker
2 Eier
1 Packen Vanille-Puddingpulver
500 g Magerquark
500 ml Buttermilch
1 TL abgeriebene Orangenschale

Zucker und weiche Butter mit dem Mixer ca. 8 Min cremig schlagen. Eier nacheinander unterrühren. Puddingpulver, Quark, Buttermilch und Orangenschale unterrühren.

 

Hälfte der Quarkmasse auf die Bröselmasse geben. Rhabarber unterheben und mit restlicher Quarkmasse bedecken.

 

Im vorgeheizten Ofen  eine gute Stunde backen und dann in der Form mindestens 4 Std. abkühlen lassen. 

Liebe Grüße 
Silke 
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Paletten DIY für Gartengeräte

Heute habe ich eine ganz simple und schnelle Selbermachidee im Gepäck! 
 
Sie schafft Ordnung in das Gartengerätechaos 
(was an sich ja schon einmal eine große Herausforderung darstellt, wie ich finde) 
und sieht dabei dann auch noch dekorativ aus! 

Kleiner Geld- und Zeitaufwand für Ordnung mit dekorativen Schick! 

Na… wenn das nicht vielversprechend klingt, oder? 
 Es handelt sich um ein Gestell aus einer alten Palette!
Irgendwann habe ich eine ähnliche Lösung in einem holländischen Magazin gesehen und so schlummerte diese Idee schon länger in meinem Kopf. 
Als wir dann eine Warenlieferung auf einer Palette erhielten und diese dann nutzlos herumstand, war der Zeitpunkt gekommen und ich habe mich ans Werk gemacht.

 

 

Mittig habe ich drei kleine Aufhängehaken angeschraubt, an denen die kleineren Geräte aufgehängt werden können.

 

 

Man muß wirklich kein großer Handwerker sein, um dieses Palettengestell nachzubauen. 
Ihr benötigt: 
Eine Palette 
zwei ca. 25 cm lange Lattenabschnitte als Füße 
2-3 Aufhängehaken
Einige Schrauben 
Ein wenig Farbe, nach Geschmack 
Akkuschrauber
 
Ich habe zunächst die beiden „Füße“ und die oberste Palettenleiste in einen Grauton gestrichen. 
(Man könnte natürlich auch die ganze Palette streichen oder es komplett lassen, wenn man mag)
 Mit dem Akkuschrauber habe ich dann die Füße mit der Rückseite bündig angeschraubt und die Aufhängehaken befestigt.
  
Dann muß die Palette nur noch aufgestellt werden und schwupps können die Gartengeräte einziehen.
Hugo hat das ganze Geschehen leicht gelangweilt verfolgt und derweil ein kleines Nickerchen gemacht 🙂 
Farblich passte er dabei aber doch sehr gut ins Gesamtkonzept und erfüllte somit zumindest den dekorativen Auftrag!
Liebe Grüße aus dem Garten
Silke 
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Schnelle Wirsingpasta

Das Wintergemüse muß sich schon mächtig ins Zeug legen,
um weiterhin Platz auf dem heimischen Esstisch zu finden.
Denn plötzlich ist der Frühling da und mit ihm steht natürlich auch das junge Frühlingsgemüse in den Startlöchern.
Den ersten Bärlauch werde ich sicherlich schon nächste Woche ernten können 🙂 
Er ist zwar noch nicht allzu hoch, gibt aber jetzt ordentlich Gas bei den Temperaturen und dem Sonnenschein. 
Heute hat hier aber noch einmal der Wirsingkohl seinen Auftritt. Dabei ist er weniger typisch zubereitet, sondern geht vielmehr eine frühlingshafte Verbindung mit Zitronen, Pinienkernen und Pasta ein.
Schnell gemacht und dabei sooo lecker!  

 

Dieses Jahr sind die Schneeglöckchen übrigens ganz großartig.
Sie blühen ziemlich lange und dabei sehr, sehr üppig.
Ganz langsam verabschieden sie sich…
 Schnelle Wirsingpasta
500 g Wirsing
150 g Schinkenwürfel
1/2 Bund Schnittlauch
2 Zitronen
4 EL Pinienkerne
500 g Nudeln z.B. Schmetterlingsnudeln
100 ml Gemüsebrühe
200 ml Sahne
Sonnenblumenöl zum Anbraten
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Parmesan nach Geschmack
Pasta nach Packungsanweisung in Salzwasser garen.
Pinienkerne in einer Pfanne leicht anrösten.
Wirsing putzen, Struck entfernen und in feine Streifen schneiden.
Schnittlauch in Röllchen schneiden.
Zitronenschale abreiben und den Saft aufpressen.
Öl erhitzen und Schinken darin anbraten. Wirsing zugeben und bei mittlere Hitze ca. 3 Minuten andünsten. Mit Brühe und Sahne aufgießen, aufkochen lassen und dann ca. weitere 3 Minuten köcheln lassen.
Nudeln abgießen und zurück in den Topf geben.
Wirsing untermengen. 2 TL Zitronenschale und ca. 5 EL Zitronensaft (nach Geschmack) untermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.
Auf tiefen Tellern anrichten und mit Schnittlauch und Pinienkernen bestreuen. Parmesan darüber geben.  
 Das Gericht läßt sich auch ganz einfach variieren. So kann man statt des Wirsings auch prima Rosenkohl verwenden, man kann auch noch zusätzlich eine Zwiebel mit anbraten oder auch die Zitronen durch Orangen ersetzten.

 

Ich wünsche Euch einen guten Start ins frühlingshafte Wochenende!
Liebe Grüße
Silke

 

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Pilze und Wild, Teil 2

Heute gibt’s das nächste Rezept mit Pilzen und Wildfleich in den Hauptrollen. Dieses Mal sind es Pfifferlinge gepaart mit Wildhackfleisch, die ich gemeinsam zu einer leckeren Quiche verarbeitet habe.
Von den Pfifferlingen habe ich gleich so viele gekauft, daß sie noch für eine leckere Pfifferlingscremesuppe vorab reichten.
  Pfifferlinge schmecken kräftig und leicht pfeffrig. Mühsam fand ich bisher immer das Putzen der Pfifferlinge, das viel Zeit beanspruchte und manchmal dann trotzdem ein Sandknirschen zwischen den Zähnen hinterließ. Grrr! 
Auf dem Wochenmarkt erhielt ich jetzt einen Tipp, den ich mit Euch teilen möchte:
Im Waschbecken leicht warmes Wasser mit 4-5 Esslöffeln Mehl vermischen, Pfifferlinge darin waschen und dann nur noch abtrocknen.
Funktioniert prima und ist schnell gemacht.
Perfekt!
Pfifferlingscremesuppe:
3/4 L Kalbsfond
(Zubereitung siehe hier oder fertigen Kalbsfond aus dem Glas)
250 g Pfifferlinge
50 g Schalotten
Butter
Salz und Pfeffer
125 ml Sahne
4 Zweige Thymian
1/2 Bund Schnittlauch
1/2 Bund Petersilie
Pfifferlinge putzen. Schalotten schälen und fein würfeln. Butter in einem Topf erhitzen und die Schalotten und Pfifferlinge darin andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Hälfte mit der Schaumkelle herausnehmen.
Etwas Fond zu den restlichen Pfifferlingen in den Topf gießen und dann sehr fein pürieren. Mit restlichem Fond und Sahne auffüllen, die Pfifferlinge dazugeben und ca. 7 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Petersilie und Schnittlauch waschen und fein hacken bzw. in feine Röllchen schneiden. Thymianblätter ebenfalls fein hacken und alles zum Schluß in die Suppe geben. 
Und nicht nur in unserer Küche hält der Herbst Einzug.
 Auf unserem Hof ist spätestens mit der Zeitumstellung am letzten Wochenende der Herbst-Wintermodus einläutet und der Rhythmus ist nun ein anderer! Das Wetter hat sich zwar erfreulicherweise in den letzten Tagen noch einmal von seiner Sonnenseite gezeigt, doch sind die Tage deutlich kürzer und dies hat zur Folge, daß die Pferde und Esel nun nachts in den Stall kommen.  
Denn auch die Weiden sind mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes „abgegrast“ und das was noch nachwächst, ist längst nicht mehr so gehaltvoll. Die Tiere würden nicht mehr satt werden.
Das Reinholen der Tiere bedeutet, daß nun nachmittags die Ställe fertig gemacht werden müssen, wenn man dieses nicht in Dunkelheit tun möchte; Stroh einstreuen, Heuraufen füllen, Futtertröge bestücken,… und schließlich die Tiere reinholen, die meist bereits am Zaun stehen und darauf warten!
 Die Tiere machen in den Herbst-Wintermonaten zwar mehr Arbeit, dafür wird es im Garten ruhiger. Das meiste ist geerntet und die Stauden verabschieden sich so langsam zum Winterschlaf und sind auch im Verblühen teilweise ganz reizvoll und schön. Es ist noch zu früh alles runterzuschneiden und winterfest zu machen. Die Stunden, die ich im Garten verbringe, haben sich allerdings sehr reduziert und die meisten Gartenmöbel habe ich bereits ins Winterquartier verfrachtet.
Für die Quiche aus Pfifferlingen und Wildhackfleisch benötigt man einen Mürbeteig als Grundlage, der nach seiner Zubereitung ja leider für eine gewisse Zeit in den Kühlschrank muß damit man ihn ausrollen kann. Ansonsten ist die Quiche aber recht schnell zubereitet und backt dann im Ofen vor sich hin. Ich serviere meistens noch einen fruchtigen Feldsalat mit Birnen oder anderen Herbstfrüchten dazu. Wir mögen diese Kombination sehr.

 

 

 Quiche mit Pfifferlingen und Wildhack
200 g Mehl
4 Eier
125 g Butter
Salz
200 g Pfifferlinge
2 Schalotten
4 EL Olivelöl
250 g Wildhack
Pfeffer
1 TL getrockneter Thymian
250 g Creme fraiche
Aus dem Mehl, 1 Ei, Butter, 2 EL Wasser und einer Prise Salz einen Mürbeteig zubereiten und diesen 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Pfifferlinge waschen. Schalotten schälen und fein hacken. DAs Öl erhitzen und die Pilze und Schalotten darin andünsten. Hackfleisch zugeben und mitschmoren. Mit Salz und Pfeffer und Thymian würzen.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Teig ausrollen und eine gefettete Springform damit auslegen und einen Rand hochziehen. Die Pilze mit Hackfleisch darauf geben. Creme fraiche mit den restlichen Eiern mischen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Über das Hack geben. Im Ofen ca. 45 Minuten backen.

 


Die Gallowaykälbchen haben übrigens in den Sommermonaten prima an Gewicht zugenommen. Das Fell wird nun auch dick, puschelig und lang und so wappnen sie sich langsam für ihren ersten Winter. Den anders als die anderen Tiere am Hof bleiben sie ganzjährig draußen auf der Weide und kommen nicht in den Stall.
Sie freuen sich jetzt über die Heuzufütterung!

Ich mag diese Zeit sehr und genieße es. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Während man im Sommer möglichst viele Stunden draußen verbringt und auch abends kein Ende findet, muß man nun die Dinge draußen bis zur Dunkelheit erledigt haben und genießt viel mehr das Haus mit seiner Gemütlichkeit.
Und die Herbstküche ist eben auch einfach lecker!  

Ich wünsche Euch eine schöne Herbstzeit, 
Silke

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Pilze und Wild

Pilze und Wildfleisch: Zwei Zutaten, die ganz prima zusammenpassen!!! 
Und deshalb sind die beiden gerade im Herbst häufig in unserer Küche anzufinden und das in den verschiedensten Zusammensetzungen und Formen.  
Ich möchte Euch ein paar Rezepte vorstellen, in denen diese beiden Zutaten die Hauptrolle spielen und die unseren Geschmacksnerv erobert haben.
Los geht’s heute mit einem feinen Wildgulasch, dem leckere Steinpilze zur Seite stehen.
Die Steinpilzsaison ist kurz und leider sind die kleinen feinen Pilze selbst dann nicht einfach zu bekommen. Sehe ich sie also irgendwo auf dem Markt, schlage ich eigentlich jedes Mal zu. So geschehen letztes Wochenende auf dem Wochenmarkt in Lüneburg. Günstig sind sie zwar nicht wirklich, schmecken dafür aber unglaublich gut. Ich habe ein neues Rezept ausprobiert, das ich in dem Magazin „Mein liebes Land“ entdeckt habe und das wirklich empfehlenswert ist. Während ich Wildgulasch normalerweise mit Rotwein koche, ist dieses Rezept mit Portwein zubereitet und gibt damit eine leckere Note. Uns hat es auf Anhieb überzeugt und ist somit in unsere Wildrezeptesammlung aufgenommen:

Wildgulasch mit Steinpilzen
 
400 g Gemüsezwiebeln
1 kg Wildgulasch (ich habe Hirschgulasch verwandt)
Öl, Salz Pfeffer
3 Lorbeerblätter
1 EL Mehl
1 EL Paprikapulver
150 ml Portwein
400 ml Wildfond
500 g Steinpilze
1 Bund Lauchzwiebeln
Butterschmalz, Salz, Pfeffer
1 Bd Petersilie
150 g SahneZwiebeln schälen und fein würfeln. Das Fleisch im heißen Öl kräftig anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln zugeben und glasig dünsten. Lorbeerblätter hinzufügen. Mehl und Paprikapulver darüber stäuben, anschwitzen und mit Portwein und Fond ablöschen. Zugedeckt bei milder Hitze ca. 90 Min. schmoren.
Steinpilze und Lauchzwiebeln putzen und in Scheiben bzw. 2 cm lange Stücke schneiden. Steinpilze in Butterschmalz scharf anbraten. Lauchzwiebeln zugeben und bei milder Hitze kurz anschwitzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie fein hacken. Sahne zum Gulasch geben, nochmals aufkochen lassen und nachwürzen. Pilzmischung unterheben und mit Petersilie bestreuen.
Wir haben dazu Spätzle gegessen, was ganz prima schmeckte 🙂

 

 

Guten Appetit!
Liebe Grüße
Silke